28. Februar 2017, 09:37
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“Forward-Darlehen haben Hochkonjunktur”

Die Nachfrage nach Forward-Darlehen ist nach den Ergebnissen des Dr. Klein Trendindikators Baufinanzierung (DTB) im Monat Januar gestiegen. Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein & Co. AG, kommentiert die Entwicklung.

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Michael Neumann, Dr. Klein: “Darlehensnehmer, deren Anschlussfinanzierung ansteht, sind für Zinsveränderungen – egal in welche Richtung – besonders sensibel.”

Die signifikanteste Entwicklung im Trendindikator Baufinanzierung im Januar 2017 zeigt sich im Ansteigen des Anteils an Forward-Darlehen. Mit dieser Form der Anschlussfinanzierung können sich Darlehensnehmer die aktuell günstigen Zinsen bis zu 5,5 Jahre im Voraus sichern.

Gerade in Zeiten, in denen sich die Zinsen bewegen, nutzen Kunden diese Darlehensart besonders. Der Anteil beträgt 17,5 Prozent und steigt damit im Vergleich zum Vormonat um 1,63 Prozentpunkte. Interessant ist, dass ein ähnlich hoher Wert das letzte Mal im Februar und März 2016 erreicht wurde. Damals hatte das Forward-Darlehen einen Anteil von 17,66 bzw. 17,88 Prozent.

Leichter Zinsanstieg seit Ende 2016

Ab Januar 2016 waren die Zinsen um knapp 0,2 Prozentpunkte gesunken. Seit Ende 2016 lässt sich eine entgegengesetzte Entwicklung beobachten: Die Zinsen stiegen seitdem langsam.

Darlehensnehmer, deren Anschlussfinanzierung ansteht, sind für Zinsveränderungen – egal in welche Richtung – besonders sensibel und entscheiden sich erfahrungsgemäß dann eher, ein Forward-Darlehen abzuschließen. Der Anteil der variablen Darlehen (0,81 Prozent) und der KfW-Finanzierungen (7,74 Prozent) nimmt ebenfalls zu. Annuitätendarlehen gehen leicht zurück auf 71,04 Prozent.

Standardrate legt zu

Die monatliche Standardrate – berechnet auf Basis einer beispielhaften Finanzierung von 150.000 Euro mit zwei Prozent Tilgung und 80 Prozent Beleihungsauslauf sowie einer zehnjährigen Sollzinsbindung – steigt im Vergleich zum Dezember 2016 um fünf Euro auf 445 Euro.

Damit nimmt sie das dritte Mal infolge zu. Auch hier liegt der Grund dafür in den leicht steigenden Zinsen. Dennoch sparen Darlehensnehmer noch immer knapp vierzig Euro im Vergleich zum Januar 2016.

Darlehenssumme sinkt, Beleihungsauslauf und Sollzinsbindung leicht erhöht

Um 6.000 Euro reduziert sich die durchschnittliche Darlehenssumme: 193.000 Euro nehmen Kunden im Januar auf. Sie beträgt damit jedoch mehr als 20.000 Euro als im Vorjahresmonat.

Weiterhin nutzen Darlehensnehmer eine recht lange Sollzinsbindung von 13 Jahren und neun Monaten, um sich das niedrige Zinsniveau möglichst lange zu sichern. Sie liegt damit mehr als ein Jahr höher als im Januar 2016 – und seit Februar 2016 nun konstant über 13 Jahren. Der Beleihungsauslauf befindet sich nahezu auf dem Vorjahresniveau: Er beträgt 77,25 Prozent (Januar 2016: 77,28 Prozent).

Quelle: Dr. Klein

Foto: Shutterstock

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