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13. Juni 2017, 15:49
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Grundstückspreise in Hessen steigen um bis zu 30 Prozent

In Hessen haben sich die Grundstückspreise vor allem in Mittel- und Großstädten stark verteuert. Die Mieten haben sich hingegen kaum verändert. Woran das liegt, erläutert der Immobilienverband IVD in seinem aktuellen Preisspiegel.

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In Frankfurt haben sich Grundstücke in guter Lage innerhalb eines Jahres um durchschnittlich 20 Prozent verteuert.

Vor allem in Mittel- und Großstädten sind die Grundstückspreise in Hessen in diesem Jahr rasant gestiegen. Sie hätten Ende Januar vereinzelt um bis zu 30 Prozent höher als vor einem Jahr gelegen, berichtete der Immobilienverband IVD am Dienstag in Frankfurt auf Basis seines aktuellen Preisspiegels.

In Frankfurt kostet der Grund etwa in sehr guter Wohnlage 1.100 Euro pro Quadratmeter und damit deutlich mehr als vor Jahresfrist (850). Bei Grundstücken in guter Wohnlage betrug der Anstieg in etwa 20 Prozent. Noch teurer waren Grundstücke nur in Wiesbaden (1.200). Am günstigen war Boden im Umland von Kassel (175 Euro pro Quadratmeter).

Auch bei den Kaufpreisen gebe es große Unterschiede zwischen den Regionen. Während in Frankfurt für Wohnungen mit mittlerem Wohnwert (Standardausstattung) und guter Lage im Schnitt rund 3.800 Euro je Quadratmeter fällig wurden, waren es in Hanau nur 1.500 Euro und im Kasseler Umland 1.300 Euro.

Preisanstieg hält an

In Hessen wollen trotz tendenziell steigender Preise und Mieten immer mehr Menschen in Mittel- und Großstädten wohnen. Zugunsten eines kulturellen Angebots und einer breit gefächerten Infrastruktur akzeptieren die Mieter lieber geringere Wohnflächen.

Aufgrund der hohen Nachfrage geht der IVD, der Makler, Sachverständige und Immobilienverwalter vertritt, weiter von steigenden Preisen für Miet- und Kaufobjekte aus. Zwar werde das Wohnungsangebot weiter wachsen, jedoch nicht in gleichem Maße wie der Bedarf. Das knappe Angebot an Wohnraum treffe vor allem Alleinstehende, Rentner und Studenten.

Der Bevölkerungszuwachs und steigende Einkommen seien weiter Gründe für den allgemeinen Mangel, erklärte der IVD. Eine Ausnahme bei dem Preisspiegel machten die Mieten, die auch in den Großstädten kaum gestiegen oder sogar etwas zurückgegangen seien.

In Frankfurt etwa kostet der Quadratmeter bei mittlerem Wohnwert (zehn Euro) und gutem Wohnwert (13 Euro) so viel wie im Vorjahr. Bei sehr gutem Wohnwert ist der Preis pro Quadratmeter sogar von 15 auf 14 Euro leicht gesunken. Grund sei, dass aufgrund der niedrigen Zinsen eher gekauft als zu einem hohen Preis gemietet werde, hieß es. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

 

 

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