2. Mai 2017, 13:39
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Hausbau: Diese Versicherungen brauchen Bauherren

Häuslebauer versuchen die Kosten ihre Immobilie so gering wie möglich zu halten. Dabei sollten sie jedoch nicht an den notwendigen Versicherungen sparen, mahnt das Baufinanzierungsportal Baufi24.

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Wer ein Haus baut, sollte sich sowohl gegen Unfälle als auch gegen Schäden an der Immobilie absichern.

„Auch wenn Versicherungen auf den ersten Blick weitere Kosten verursachen, so schützen sie doch Bauherren im Schadensfall vor einer finanziellen Pleite. Denn Häuslebauer haften persönlich, falls etwas auf der Baustelle passiert“, erklärt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer von Baufi24.

Unabhängig vom geplanten Budget für den Hausbau, sollten Interessierte auch mögliche Schäden an der Baustelle und den Schutz des Gebäudes einkalkulieren.

Häuslebauer haften bei Unfällen

Für die Bauphase sei der Abschluss einer Bauherrenhaftpflicht empfehlenswert. Denn Häuslebauer würden die volle Verantwortung bei Unfällen auf der Baustelle tragen, auch wenn sie die Verkehrssicherungspflichten an den Bauleiter delegierten.

Die Bauherrenhaftpflicht decke alle Personenschäden ab, die trotz ordnungsgemäßer Absicherung auftreten könnten. Dabei sei die finanzielle Belastung mit etwa einem Tausendstel der Baukosten überschaubar und gut zu tragen.

Schutz bei Schäden an der Immobilie

Vor unvorhergesehenen Schäden am Neubau schütze während der gesamten Bauphase die Bauleistungsversicherung. Dazu zählen Beschädigungen durch höhere Gewalt sowie unerwartete Eigenschaften des Baugrundes. Neben Konstruktions- und Materialfehlern deckt die Versicherung auch Fahrlässigkeit ab. Die Kosten für diese Assekuranz liegen laut Baufi24 ähnlich der Bauherrenhaftpflicht bei etwa einem Tausendstel der Bausumme.

Die Bauleistungsversicherung werde nach der Fertigstellung von der Wohngebäudeversicherung abgelöst. Grundsätzlich schützt sie die Eigentümer vor Schäden durch Brand, Rohrbruch, Sturm oder Frost. Individuell können dann weitere Schäden, wie etwa Hochwasser, in den Vertrag aufgenommen werden.

Da die Kosten je nach Risiko, Bauart und Alter berechnet werden, variieren die Versicherungsbeiträge. „Bauhaftplicht-, Gebäude- und Bauleistungsversicherung sind zwar gesetzlich nicht vorgeschrieben, aber jeder Bauherr sollte eine der drei Assekuranzen haben“, rät Scharfenorth.

Eine Versicherung, die häufig vernachlässigt werde aber gesetzlich vorgeschrieben wird, sei die Anmeldung von Bauhelfern des Bauherrn bei der zuständigen Bau-Berufsgenossenschaft. Passiere dann ein Unfall, sind die Helfer versichert.

Absicherung für das Darlehen

Möchten Immobilienbesitzer ganz auf Nummer Sicher gehen, könne eine Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung die Eigentümer vor Zwangslagen bewahren. Auch die Absicherung des Baufinanzierungsdarlehens sei zu empfehlen, da so im Falle von Arbeitslosigkeit oder -unfähigkeit die Raten weiterhin gezahlt werden. (bk)

Foto: Shutterstock

 

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