Anzeige
20. November 2017, 15:50
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilie als Kapitalanlage: Worauf es nach dem Kauf ankommt

Ein Großteil der Mietwohnungen in Deutschland werden von privaten Vermietern zu Verfügung gestellt. Wer eine oder mehrere Wohnungen zur Kapitalanlage vermieten möchten, sollte jedoch klug kalkulieren. Wüstenrot Immobilien gibt Tipps für Kapitalanleger.

Haus-geld-anlageimmobilie-shutt 379659073 in Immobilie als Kapitalanlage: Worauf es nach dem Kauf ankommt

Rund 14,5 Millionen Wohnungen in Deutschland werden durch private Kleinanleger vermietet.

Von der Besitzübergabe bis zum Ziel einer schuldenfreien und wertstabilen Immobilie für die Altersvorsorge ist es ein langer Weg, so die Immobilienmaklergesellschaft der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe.

Der private Kapitalanleger sei nun  in der Rolle des Vermieters und müsse seine Wohnung nach immobilienwirtschaftlichen Grundsätzen ebenso managen, wie es die Wohnungsunternehmen mit ihren Beständen professionell tun.

In Deutschland gebe es aktuell rund 40,5 Millionen Wohnungen. Gut 22 Millionen davon seien Mietwohnungen, rund 14,5 Millionen gehörten privaten Kleinanlegern. Häufigstes Anschaffungsmotiv sei dabei die Altersvorsorge.

Wert des Immobilienvermögens erhalten

Viele Wohnungen würden in der Lebensmitte erworben, wenn die Käufer beruflich und finanziell gefestigt seien. Bis zum Rentenbeginn dauere es dann in der Regel noch gut 20 Jahre.

In dieser Zeit gelte es, den Wert des Immobilienvermögens durch regelmäßige Instandhaltungen zu erhalten, die Mieten und Nebenkosten an die Marktentwicklungen anzupassen und die Wohnung zu entschulden. Bei der derzeitigen Marktkonstellation mit hoher Mietnachfrage könnten die Eigentümer zudem von den steigenden Preisen profitieren.

„Leider verläuft die Entwicklung nicht immer optimal“, weiß Jochen Dörner, Geschäftsführer der WI. „Besonders bei älteren Kunden oder bei Erbschaftsimmobilien ist festzustellen, dass die Mieten öfter unter der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Das kann mehrere Gründe haben: Die Mieten wurden meist über längere Zeit nicht angepasst, die Darlehen sind noch nicht voll zurückgezahlt, oder es hat sich wegen unterlassener Instandhaltung ein Reparaturstau gebildet.“

Die Ursachen dafür seien vielschichtig und reichten von Überforderung im Umgang mit dem komplexen deutschen Mietrecht, etwa bei Mieterhöhungsfragen, bis hin zu Finanzierungsfragen für größere Instandhaltungen. Die Konsequenzen daraus seien niedrigere Marktwerte.

Reparaturstau: Probleme werden in die Zukunft verschoben

Im Falle eines Reparaturstaus würden die Probleme in die Zukunft verschoben und verteuerten sich. Betroffen sind laut Wüstenrot Immobilien meist ältere Gebäude, die vor 1980 gebaut wurden. Dort ständen oftmals größere Erneuerungen bei Bauteilen wie Dach, Fenster oder Heizanlage an, da die Bauteile am Ende ihrer technischen Lebensdauer angelangt seien, oder nicht mehr den neuesten Vorschriften entsprächen.

Bei älteren Einfamilienhäusern könnten sich solche Erneuerungen schnell auf bis zu 100.000 Euro belaufen, bei mittelgroßen Wohnungseigentümergemeinschaften mit 20 bis 30 Eigentumswohnungen auf bis zu eine Million Euro. Weil die angesammelten Rücklagen vielfach nicht ausreichten, müssten Sonderumlagen gebildet werden.

„Wir kennen Praxisfälle, da geht es je nach Wohnungsgröße um Sonderumlagen pro Eigentümer von 20.000 bis 40.000 Euro“, sagt Dörner. Um Sonderumlagen zu vermeiden oder zu minimieren, rät deshalb die WI privaten Vermietern, den Verwalter bei Vorschlägen zu Anpassungen der Instandhaltungsrücklagen frühzeitig zu unterstützen und auch Miteigentümer dahingegen zu motivieren.

Seite zwei: Ausreichend Rücklagen bilden

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

1 Kommentar

  1. Rechenfehler:
    Aufstockungsbetrag für das Haushaltsbudget von 1.250 (Bei 10 Monaten im Jahr)
    Bei 12 Monate: 1.041,66 Euro

    Kommentar von Fürbach — 20. November 2017 @ 16:00

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Insurtech Hepster bietet situative Versicherungen für Generation-Smartphone

Die Digitalisierung nimmt Einfluss auf immer mehr Lebensbereiche und Dienstleistungen. Mobile Endgeräte sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

mehr ...

Immobilien

Raus aus der Stadt: Immobilienkäufer suchen verstärkt im Umland

In den deutschen Metropolen ist bezahlbarer Wohnraum immer schwieriger zu finden. Immer mehr Immobilienkäufer weichen daher nach einer Analyse von Immowelt in die Speckgürtel aus, da dort die Preise noch niedriger sind. Am stärksten zeige sich diese Entwicklung in Berlin, Stuttgart und Frankfurt.

mehr ...

Investmentfonds

Deutlicher Konjunkturabschwung in 2019

Spätestens ab der zweiten Jahreshälfte 2018 wird die Weltwirtschaft langsamer wachsen, davon ist das Feri Institut überzeugt. Obwohl Deutschland eine Sonderstellung habe, komme es auch hier zum Abschwung. Warum sich die Konjunktur abkühlen wird:

mehr ...

Berater

EZB gewährt Deutscher Bank bei Postbank-Einlagen mehr Spielraum

Die Deutsche Bank hat bei der Integration ihrer Tochter Postbank in das Privat- und Firmenkundengeschäft des Konzerns ein Problem weniger. Die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) gewährten Deutschlands größtem Geldhaus mehr Spielraum bei der Verwendung von Einlagen und Liquidität.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R-Insolvenzen: Fragen an die Bundesregierung

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat eine kleine Anfrage zu Container- und Schiffsfinanzierungen an die Bundesregierung gestellt. Ein Teil der Fragen entfällt auf die Causa P&R.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...