13. April 2017, 07:16
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilie vererben: So sparen Sie Steuern

Hausbesitzer wünschen sich in der Regel, dass die Immobilie auch nach ihrem Tod im Familienbesitz bleibt. Damit die Hinterbliebenen möglichst wenig Erbschaftssteuer zahlen müssen, sollte man schon zu Lebzeiten vorsorgen.

Haus-hand-erbe-schenken-shutterstock 335073305 in Immobilie vererben: So sparen Sie Steuern

Um ihren Erben hohe Erbschaftssteuern zu ersparen, sollten Hausbesitzer regeln, was mit ihrer Immobilie nach dem Tod geschieht.

Viele Hausbesitzer wünschen sich, dass ihre Immobilie auch nach dem Tod im Familienbesitz bleibt. Das ist am wahrscheinlichsten, wenn sie testamentarisch einen Alleinerben bestimmt oder die Immobilie schon zu Lebzeiten verschenkt haben.

Streit unter Erben vermeiden

Verfassen Immobilienbesitzer kein Testament, dann wird ihr Haus oder ihre Wohnung an eine Erbengemeinschaft vererbt. In diesem Fall müssen sich mehrere Erben darüber einigen, ob die Immobilie vermietet oder verkauft wird oder ob ein Erbe die anderen Erben auszahlen kann.

Grundsätzlich kann die Erbengemeinschaft nur handeln, wenn Beschlüsse einstimmig oder zumindest mehrstimmig angenommen werden. Das gilt für alle Entscheidungen, die das Haus betreffen, beispielsweise auch für den genauen Ablauf eines Verkaufs.

Jeder Erbe hat Anspruch darauf eine Teilungsversteigerung zu beantragen, meist werden Immobilien dann jedoch unter Wert versteigert. Immobilienbesitzer können Streit unter ihren Erben durch ein Testament oder eine Schenkung vermeiden.

1. Das Testament

Ein selbstgefertigtes Testament sollte handschriftlich verfasst und auf jeder Seite mit dem vollen Namen unterschrieben werden. Es ist erlaubt, eine am Computer verfasste Kopie  als Lesehilfe beizufügen. Notariell verfasste Dokumente müssen unterschrieben sein.

Eine Nachlassverfügung sollte juristisch eindeutig formuliert sein. Zudem ist es ratsam, einen Ersatzerben zu bestimmen, so kann Streit vermieden werden, falls der eingesetzte Erbe früher als der Verfasser des Testaments stirbt.

Gibt es mehrere Versionen des Testaments, sollten Erblasser das Datum angegeben, damit die Hinterbliebenen wissen, welches Dokument das jüngste ist. Das Schriftstück kann für eine geringe Gebühr beim Amtsgericht hinterlegt werden, so ist sicher dass es gefunden wird und nicht manipuliert werden kann.

Seite zwei: Nießbrauchrecht reduziert Schenkungssteuer

Weiter lesen: 1 2 3

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

1 Kommentar

  1. Die Eltern möchten ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn ein vermietetes Mehrfamilienhaus je zur Hälfte schenken. Der Hauptgrund liegt darin, dass der Schwiegersohn handwerklich geschickt ist und Reparaturen und Sanierungen selbst durchführen kann. Spaß dabei wird er nur haben, wenn ihm zumindest die Hälfte der Immobilie gehört. Während die Tochter durch den hohen Freibetrag keine Schenkungssteuer zahlen muss, sieht es beim Schwiegersohn anders aus. Er hat nur einen Freibetrag in Höhe von 20.000,00 €. Wenn nun die Tochter das gesamte Anwesen geschenkt bekommt, fällt auch keine Schenkungssteuer an, weil der Wert innerhalb des Freibetrages liegt. Danach könnte die Tochter ihrem Ehemann die Hälfte der Immobilie weiterschenken. Eine unsinnige und kostenträchtige Konstellation. Es läuft zur Zeit eine verbindliche Anfrage beim zuständigen Finanzamt bezüglich einer Ausnahmeregelung.

    Kommentar von Ralf-Rüdiger Engelhardt — 11. September 2017 @ 13:21

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 08/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Emerging Markets – Altersvorsorge – Bausparen – Recruiting

Ab dem 20. Juli im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Provisionen: BdV fordert doppelten Deckel

Die Bundesregierung überarbeitet die Provisionsregeln von Lebensversicherungen und arbeitet an deren Deckelung. Das ergibt sich aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der FDP. Der Bund der Versicherten e. V. (BdV) begrüßt das Vorhaben und fordert daneben noch einen Deckel bei den Verwaltungskosten.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Einstieg ins Wohneigentum

Bausparen steht bei den Bundesbürgern seit Jahrzehnten hoch im Kurs. Trotz aktuell niedriger Verzinsung der Guthaben verbucht es auch derzeit gute Abschlusszahlen. Cash. untersucht, für welche Zwecke das Produkt geeignet ist.

mehr ...

Investmentfonds

Nervöser Ölpreis

Nach dem guten Jahresstart haben sich die Aussichten für Ölinvestoren wieder verschlechtert. Das hat mehrere Gründe. Für Anleger ist nicht nur das gedämpfte Makro-Umfeld ein Problem sondern auch die geringen Reserven.

mehr ...

Berater

Achtung, Datenflut! KI in der Finanzdienstleistung

Schneller, höher, weiter. Die Digitalisierung lässt die Uhren merklich schneller ticken. E-Mails umkreisen in wenigen Sekunden den Erdball. Social-Media-Postings erreichen tausende von Menschen – und das zeitgleich.

Die Limbeck-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

Vermögensanlagen: So geht es nach dem P&R-Schock weiter

Die Pleite des Container-Marktführers P&R und die EEG-Reform haben dem Segment der Vermögensanlagen-Emissionen zugesetzt. Doch die verbleibenden Anbieter bleiben erstaunlich gelassen. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Unerlaubte Geschäfte: Zieht Olaf Scholz die Zügel an?

Die Anzahl der Verfügungen der Finanzaufsicht BaFin wegen unerlaubter Geschäfte hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Die Gesamtzahl des Jahres 2017 wurde bereits überschritten.

mehr ...