Immobilienfinanzierungen: Alternative Instrumente gefragt

Die Developer haben umfassenden Kapitalbedarf (Eigenkapital plus Fremdkapital) für das Jahr 2017: Rund 44 Prozent benötigen bis zu 50 Millionen Euro, 15 Prozent zwischen 50 und 100 Millionen Euro und weitere 15 Prozent zwischen 100 und 200 Millionen Euro.

Arndt Krienen, CEO der Adler Real Estate AG, kommentiert: „Für uns als Bestandshalter hat das Thema alternative Finanzierungsinstrumente eine große Bedeutung. Wir haben hohes Interesse daran, unsere Finanzierungsquellen zu diversifizieren. Natürlich nutzt die Adler Real Estate bei der Finanzierung oder Refinanzierung von Portfolien die Angebote verschiedener Geschäftsbanken, mit denen wir partnerschaftlich zusammenarbeiten. Aber die größte Finanzierung des vergangenen Jahres war die Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung.“

Optimaler Mix unterschiedlicher Finanzierungsinstrumente

Auch die BUWOG AG hat im September 2016 eine Wandelschuldverschreibung im Volumen von 300 Millionen Euro begeben. Andreas Segal, stellvertretender CEO und CFO der Buwog AG, dazu: „Ein Vorteil bei der Nutzung von alternativen Finanzierungsinstrumenten ist, dass wir dadurch Zugang zu ganz unterschiedlichen Zielgruppen von Kapitalgebern erhalten. Auf der Fremdkapitalseite gehören dazu neben klassischen Immobilienfinanzierern auch institutionelle Investoren, die über Wandelschuldverschreibungen oder Anleihen am Immobilienmarkt investieren wollen.“

Es gehe dabei jedoch nicht um ein Entweder-Oder, sondern um einen optimalen Mix unterschiedlicher Finanzierungsinstrumente. Für die Zukunft plane man auch ein Rating, um einen guten Zugang zum Anleihemarkt und damit zu einer weiteren Finanzierungsalternative zu erschließen. (fm)

Foto: BF.direkt

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