Anzeige
21. November 2017, 13:38
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Energetische Sanierung: So können Immobilieneigentümer Tausende Euro sparen

Ein großer Teil des Immobilienbestands in Deutschland weist energetischen Modernisierungsbedarf auf. Mit Förderdarlehen der KfW können Immobilienbesitzer bei Sanierungen nach Aussage von Finanztip Tausend Euro sparen.

Haus-index-reihe-energieeffizienz-shutterstock 189205550 in Energetische Sanierung: So können Immobilieneigentümer Tausende Euro sparen

Die Förderbank KfW bietet unter anderem günstige Darlehen für die energetische Sanierung oder den altersgerechten Umbau von Immobilien.

Die Deutschen haben nach Angaben der Bundesbank in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 mehr als 175 Milliarden Euro für Baufinanzierungen aufgenommen.

Weniger als zehn Prozent davon sind Kredite bei der staatlichen Förderbank KfW, so Finanztip – und das, obwohl die Darlehen der KfW in einigen Bereichen deutlich günstiger seien als Baukredite von Banken und Sparkassen. Doch nicht jedes KfW-Programm sei automatisch ein Zinsschnäppchen.

Sehr niedrige Zinsen für energetische Sanierung

Soll ein bestehendes Gebäude energieeffizient saniert werden, kann sich laut Finanztip ein Kredit der KfW lohnen. Eine Beispielrechnung verdeutliche das Einsparpotenzial: Für einen Baukredit mit festen Zinsen über zehn Jahre würden Banken derzeit etwa 1,5 Prozent pro Jahr verlangen. Deutlich günstiger gehe das bei der KfW.

“Für die Wärmedämmung, neue Fenster oder die neue Heizung verlangt die staatliche Förderbank 0,75 Prozent Zinsen pro Jahr und zahlt darüber hinaus je nach erreichtem energetischem Standard noch einen Zuschuss zur Tilgung”, erklärt Dirk Eilinghoff, Experte für Baufinanzierungen bei Finanztip.

Im genannten Beispiel erhalte der Kunde einen Zuschuss von 3.750 Euro und spare auch noch mehr als 3.300 Euro an Zinsen gegenüber einem normalen Bankdarlehen. Die Gesamtersparnis liege somit bei mehr als 7.000 Euro.

KfW-Förderung grundsätzlich prüfen

Auch wer seine Immobilie altersgerecht umbauen möchte oder den Einbruchschutz verbessert, könne deutlich Zinsen sparen oder die KfW an den Kosten der Maßnahmen beteiligen. Eilinghoff rät deshalb: “Wer eine Baufinanzierung benötigt, sollte immer prüfen, ob die KfW, das Land oder die Gemeinde das Vorhaben fördert. Wenn der Finanzierungsberater die Förderung nicht von sich aus anspricht, sollte man danach fragen.”

Aber es gebe auch Fälle, in denen die KfW keine Vorteile biete: “Für den Kauf einer Eigentumswohnung ohne besonderen Energiestandard bringt das KfW-Programm mit zehnjähriger Zinsbindung nicht viel Ersparnis. Mit einem Zinssatz von 1,5 Prozent bei einer Zinsbindung von zehn Jahren entspricht das Programm weitestgehend einem normalen Baukredit von Banken und Sparkassen.”

Das richtige Förderprogramm mit Vermittlern finden

Da die KfW allein beim Thema Bauen für Privatpersonen ein gutes Dutzend Programme biete, sei es für Verbraucher nicht leicht, das passende zu finden. Daher sei es ratsam, sich bei höheren Summen die Unterstützung eines Profis zu holen. “Um bei Vorhaben ab 50.000 Euro das passende Konzept auf die Beine zu stellen, sollten sich Verbraucher an Finanzierungsvermittler wenden”, so Eilingshoff. Wichtig sei, erst mit dem Vorhaben zu beginnen, wenn die Zusage der KfW auf dem Tisch liege. (bk)

Foto: Shutterstock

 

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

1 Kommentar

  1. Diesem Artikel stimme ich voll und ganz zu.Unser Hausbank hat uns nur wenig über die Möglichkeiten von KfW Mitteln erzählt und wollte dies anscheinend nicht anbieten.Später wurde uns auch klar weshalb. Erst eine unabhängige Agentur aus dem Berliner Raum hat uns auf mehrere mögliche Programme hingewiesen und denkt anscheinend sebst daran, Mittel der KfW Bank mit einzubringen.Da die Programme sehr verschieden sind, lohnt eine Beratung durch eine kundenorientierte Agentur, wie die erwähnte. Wir haben insgesamt die Vor- und Nachteile von 4 möglichen Programmen im Detail besprochen und uns für 3 davon entschieden. Zu beachten ist jedoch, dass bei einigen Förderdarlehen ein Energieberater hinzugezogen werden muss. Aber auch hierfür stellt die KfW Bank Fördermittel bereit.

    Kommentar von Meike Oltmann — 28. November 2017 @ 18:13

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Insurtech Hepster bietet situative Versicherungen für Generation-Smartphone

Die Digitalisierung nimmt Einfluss auf immer mehr Lebensbereiche und Dienstleistungen. Mobile Endgeräte sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

mehr ...

Immobilien

Raus aus der Stadt: Immobilienkäufer suchen verstärkt im Umland

In den deutschen Metropolen ist bezahlbarer Wohnraum immer schwieriger zu finden. Immer mehr Immobilienkäufer weichen daher nach einer Analyse von Immowelt in die Speckgürtel aus, da dort die Preise noch niedriger sind. Am stärksten zeige sich diese Entwicklung in Berlin, Stuttgart und Frankfurt.

mehr ...

Investmentfonds

Deutlicher Konjunkturabschwung in 2019

Spätestens ab der zweiten Jahreshälfte 2018 wird die Weltwirtschaft langsamer wachsen, davon ist das Feri Institut überzeugt. Obwohl Deutschland eine Sonderstellung habe, komme es auch hier zum Abschwung. Warum sich die Konjunktur abkühlen wird:

mehr ...

Berater

EZB gewährt Deutscher Bank bei Postbank-Einlagen mehr Spielraum

Die Deutsche Bank hat bei der Integration ihrer Tochter Postbank in das Privat- und Firmenkundengeschäft des Konzerns ein Problem weniger. Die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) gewährten Deutschlands größtem Geldhaus mehr Spielraum bei der Verwendung von Einlagen und Liquidität.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R-Insolvenzen: Fragen an die Bundesregierung

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat eine kleine Anfrage zu Container- und Schiffsfinanzierungen an die Bundesregierung gestellt. Ein Teil der Fragen entfällt auf die Causa P&R.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...