Anzeige
6. Januar 2017, 08:34
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Steuern sparen im Mehrgenerationenhaus

Mehrgenerationenhäuser werden beliebter; wohnen mehrere Generationen in einem Haus, können sie sich gegenseitig unterstützen. Zudem lassen sich unter den richtigen Bedingungen Steuern sparen. Das Baufinanzierungsportal Baufi24 gibt Tipps.

Haus-familie-mehrgenerationen-shutterstock 84704269 in Steuern sparen im Mehrgenerationenhaus

In Mehrgenerationenhäusern können sich Familien gegenseitig unterstützen und Steuern sparen.

Mehrgenerationenhäuser gewinnen immer mehr Anhänger. Nicht nur im Alltag hat diese Wohnform Vorteile: Das Modell bringt bei richtiger Planung auch attraktive Steuervorteile mit sich, wenn Kinder die Immobilie kaufen und an ihre Eltern vermieten. Das berichtet das Baufinanzierungsportal Baufi24.

“Durch das Mietverhältnis können große Teile der Anschaffungs- und Renovierungskosten abgesetzt werden, so sparen beide Parteien”, sagt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24. Im Alltag würden ebenfalls alle Beteiligten profitieren, wenn sich die Generation gegenseitig im Haushalt unterstützen, bei der Kinderbetreuung oder in Krankheitsfällen.

Steuervorteile

Beim Vermietermodell müssten Käufer Steuern auf ihre Mieteinnahmen zahlen, im Gegenzug seien jedoch alle Aufwendungen, die mit dem Erwerb und der Instandhaltung der vermieteten Wohnung in Zusammenhang stehen, als Werbungskosten abzugsfähig.

Zu den Kosten die steuerlich geltend gemacht werden können, gehören nach Angaben von Baufi24 beispielsweise Kreditzinsen für die Finanzierung der elterlichen Wohnung, Kosten für die Renovierung, Betriebskosten sowie die Abschreibung des Objekts. Je nach Objekt und Alter der Immobilie könnten Käufer in der Regel zwei bis 2,5 Prozent der Anschaffungskosten des Gebäudeanteils pro Jahr abschreiben.

Rechtliche Voraussetzungen

Zwei wichtige Voraussetzungen müssten Interessierte erfüllen, um das Modell richtig umzusetzen. Zum einen müsse der Wille da sein, auf lange Zeit Gewinne erzielen zu wollen und zum anderen sollte das Mietverhältnis so gestaltet sein, wie es unter Fremden üblich ist. Folglich müsse eine schriftliche offizielle Mietvereinbarung unterschrieben werden.

Außerdem sollten Eltern die Miete auf das Konto ihrer Kinder überweisen, anstatt sie bar zu entrichten. Auch eine offizielle Betriebskostenabrechnung sowie eine genaue Aufschlüsselung der Renovierungskosten seien notwendig. Am einfachsten werde es, wenn beide Wohnungen als komplett voneinander getrennte Objekte gesehen und behandelt würden.

Die Alternative zum Vermietungsmodell ist laut Baufi24, dass beide Generationen eine Haushälfte erwerben. Dann könne allerdings steuerlich nicht so viel geltend gemacht werden. Denn als Eigenheimbesitzer dürften die Parteien für Renovierungs-, Modernisierungs- und Erhaltungsmaßnahmen lediglich 20 Prozent des Handwerkerlohns abschreiben. “Zudem akzeptiert der Fiskus nur das Honorar für die Arbeitsleistung, Materialkosten finden keine Berücksichtigung”, so Scharfenorth. (kl)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

1 Kommentar

  1. Vielen Dank für den Beitrag. Das Thema ist sehr interessant und wahrscheinlich sollte man sich hierbei bestenfalls an einen Steuerberater wenden. Dieser kann einem dann noch besser behilflich sein.

    Kommentar von Fine — 16. Mai 2017 @ 13:34

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Berufstätige Frauen und Mütter stärken die Rentenversicherung

Eine deutlich stärkere Erwerbsbeteiligung von Müttern könnte die Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung bis 2050 um insgesamt rund 190 Milliarden Euro entlasten. Zugleich würde der Staat rund 13,5 Milliarden Euro an Steuerzuschüssen einsparen. Zudem würde das Rentenniveau steigen, bei niedrigeren Beiträgen. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Prognos-Instituts im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Immobilien

Hypoport erweitert Geschäftsbereiche durch Übernahme von FIO Systems

Die Hypoport AG übernimmt die Leipziger FIO Systems AG und erweitert damit ihr Leistungsspektrum. FIO Systems ist ein Spezialanbieter webbasierter Branchenlösungen für die Finanz- und Immobilienwirtschaft.

mehr ...

Investmentfonds

Hemmer neuer Vertriebs-Chef bei Carmignac

Der französissche Asset Manager Carmignac ernennt Nils Hemmer zum Country Head für Deutschland und Österreich. Mit Sitz in Frankfurt wird er im Juli die Leitung des deutschen und österreichischen Geschäfts übernehmen.

mehr ...

Berater

Prominente Unterstützung für Insurtech Ottonova

Der digitale Krankenversicherer Ottonova hat Seriengründer, Tech-Investor und TV-Star Frank Thelen (“Die Höhle der Löwen”) als Unterstützer gewonnen. Seine Beteiligungsfirma Freigeist Capital ist allerdings nicht direkt an Ottonova beteiligt.

mehr ...

Sachwertanlagen

“Sehr attraktives Marktumfeld mit historisch günstigen Schiffswerten”

Die Ernst Russ AG (vormals HCI Capital) hat das Geschäftsjahr 2017 mit Gewinn abgeschlossen und nach eigener Darstellung die strategische Neupositionierung erfolgreich fortgesetzt. Dazu zählen auch wieder Schiffe.

mehr ...

Recht

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...