28. September 2017, 13:17
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Vermieten ist keine Goldgrube

Gut die Hälfte aller deutschen Haushalte lebt zur Miete und rund 60 Prozent aller Mietwohnungen sind Eigentum von Privatpersonen. Gesetzliche Auflagen machen die Vermietung jedoch finanziell immer unattraktiver, zeigt eine aktuelle Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW).

Vermieten ist keine Goldgrube

Besonders in den alten Bundesländern und außerhalb von Großstädten vermieten überwiegend Privatpersonen.

Der Großteil aller in Deutschland vermieteten Wohnungen befindet sich im Besitz von privaten Vermietern. Von diesen verdient sich jedoch die Mehrheit nur ein Zubrot durch die Vermietung, wie die Analyse des IW zeigt.

Die Experten des Instituts sehen diese Vermieterstruktur als Ursache für die Vorliebe der Deutschen zur Miete zu wohnen, da vermietetes Privateigentum eine größere Vielfalt bietet als die oft einheitlichen Wohnungen die von Wohnungsgesellschaften angeboten werden.

Die Bedingungen für den Erwerb von Wohneigentum und dessen Vermietung seien dank guter Konjunktur und niedrigen Zinsen seit Jahren günstig. Dies spiegele sich auch in der steigenden Zahl von Privatvermietern wieder.

Vermietung meist nur Nebenverdienst

Der Anteil der vermietenden Haushalte in der gesamten Bevölkerung sei von 7,8 Prozent in 2010 auf 9,3 Prozent in 2015 angestiegen. Damit erzielten im Jahr 2015 insgesamt 3,9 Millionen Haushalte Mieteinnahmen.

Von allen deutschen Privatvermietern erzielt laut IW jedoch die Mehrheit (53 Prozent) Netto-Einkünfte von weniger als 5.000 Euro im Jahr, und damit nur einen Nebenverdienst.

Nur etwa jeder fünfte vermietende Haushalt (19,1 Prozent) mache Netto-Gewinne von über 10.000 Euro im Jahr, während sieben Prozent durch hohe Kosten für Betrieb und Instandhaltung sogar Verluste durch die Vermietung mache.

Seite zwei: Wo die meisten Privatpersonen vermieten

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