27. Juli 2018, 16:42
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Einkommen minus Miete: So viel bleibt Mietern in deutschen Großstädten

In deutschen Trend-Städten zehren die hohen Mieten die Einkommen für Fach- und Führungskräfte auf. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Analyse der Online-Jobplattform Stepstone und des Immobilienportals Immowelt. Aber es gibt auch Standorte mit einem günstigen Verhältnis.

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In München sind die Gehälter für Fach- und Führungskräfte hoch, jedoch gilt dies ebenso für die Mieten.

Das Verhältnis zwischen Durchschnittsgehältern der Jahre 2017 und 2018 und den aktuellen Mietpreisen zeige: Wer in München, Berlin und Hamburg wohnen und arbeiten will, zahle dafür einen hohen Preis.

München bilde dabei das Extrem: Fach- und Führungskräfte könnten dort im Schnitt ein Jahresgehalt von 66.800 Euro erwarten. Eine Wohnung mit 80 bis 100 Quadratmeter koste jedoch auch 1.500 Euro im Monat. Vom hohen Brutto-Einkommen gehen damit 27 Prozent für die Miete drauf.

Auch in Hamburg und Berlin bleibe nach Abzug der jährlichen Mietkosten verhältnismäßig wenig im Portemonnaie: 24 Prozent (Berlin) beziehungsweise 22 Prozent (Hamburg) des Brutto-Einkommens wandern in beiden Städten pro Jahr im Schnitt an den Vermieter.

Die traditionell hochpreisige Banker-Stadt Frankfurt am Main landet bei den Mietpreisen nach den Ergebnissen der Untersuchung hinter München auf Platz zwei. Die hohen Gehälter in der Finanzbranche heben das durchschnittliche Brutto-Jahresgehalt aber auf 67.700 Euro und damit auf den höchsten Wert unter den größten deutschen Städten. Für die Miete müssen 21 Prozent eingeplant werden.

Ausgeglichenes Verhältnis abseits der klassischen Trend-Städte

Ein bereits deutlich besseres Verhältnis von Einkommen und Mietpreisen finden Jobsuchende in Dresden und Stuttgart. Zwar trennen diese Städte beim durchschnittlichen Brutto-Jahreseinkommen mehr als 20.000 Euro, gemeinsam ist beiden aber ein Anteil von 19 Prozent für die Miete.

In Nürnberg müssen 18 Prozent vom durchschnittlichen Brutto-Jahresgehalt für die Miete eingeplant werden. “Das Leben in Trend-Städten wie Berlin, Hamburg und München ist begehrt, aber auch sehr teuer”, sagt Immowelt-CEO Carsten Schlabritz. “Arbeitgeber aus mittleren Großstädten mit günstigeren Mieten können diesen Standortfaktor nutzen, um hochqualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen.”

Das beste Verhältnis aller deutschen Städte mit mehr als 500.000 Einwohnern biete Dortmund: 580 Euro kostet dort im Median eine Wohnung. Das entspricht einem Wohnkostenanteil von nur zwölf Prozent am mittleren Brutto-Einkommen für Fach- und Führungskräfte von 56.200 Euro. Auch in Essen ist das Wohnen günstig: Dort steht einer mittleren Monatsmiete von 590 Euro ein Durchschnittsgehalt von 55.600 Euro gegenüber, ein Anteil von 13 Prozent.

Laut StepStone-Geschäftsführer Dr. Sebastian Dettmers sollten Fachkräfte bei der Jobsuche nicht nur nach dem besten Verhältnis von Gehalt und Wohnkosten Ausschau halten: “Wer aus mehreren Jobangeboten wählen kann, sollte alle Faktoren einkalkulieren. Dazu gehört die Höhe des Gehalts genauso wie die Lebenshaltungskosten, vor allem aber die Frage, ob ich mich beim neuen Arbeitgeber wirklich wohlfühle und der Job zu mir passt.” (bk)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Was ist das denn für ein Artikel??? Vom hohen Bruttooeinkommen wird hier die Miete gegengerechnet! Der Maßstab muß wohl das monatliche Nettoeinkommem ein. Dazu kommen ja dann in aller Regel Strom und Heizkosten. Bei dieser Berechnung wird der Prozentsatz extrem höher. Das nur auch zu den fairen Renten im Osten. Klarer Nachteil für den Westen!

    Kommentar von Wilfried Strassnig — 30. Juli 2018 @ 12:57

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