Immobilienboom beschert Baubranche gute Geschäfte

Niedrigzinsen treiben die Nachfrage nach Immobilien und lassen die Umsätze der Baubranche steigen. Die am Mittwoch vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Umsatzzahlen für Oktober 2017 bestätigen den seit Jahren anhaltenden Trend. Dieser wird sich laut einer Studie allerdings abschwächen.

Wohnungsneubau
Insbesondere der Neubau von Wohnungen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen.

Den Zahlen des Bundesamtes zufolge lagen die Umsätze im Bauhauptgewerbe im Oktober 2017 um 4,5 Prozent über dem Vorjahresmonat. Die Zahl der Beschäftigten stieg binnen Jahresfrist um 2,1 Prozent. Für das Jahr 2016 hatte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie die Zahl der Beschäftigten mit 781.000 angegeben.

Das Bauhauptgewerbe, das den Bau von Häusern, Straßen und Leitungen umfasst, profitiert schon länger vom Immobilienboom. 2016 war der Umsatz der Branche das sechste Jahr in Folge gestiegen. Für das Gesamtjahr 2017 erwartet die Branche in Deutschland mit rund 113 Milliarden Euro die höchsten Erlöse seit 20 Jahren. Im Oktober gab es Umsatzzuwächse sowohl im Hochbau (plus 5,0 Prozent) als auch im Tiefbau (plus 2,7 Prozent).

Neubau wird an Dynamik verlieren

Wachstumsmotor der Bauwirtschaft war in den vergangenen Jahren der Neubau von Häusern und Wohnungen. Doch nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) dürfte der Zuwachs bei den Neubauten von Wohnungen „stark an Dynamik verlieren“.

Für 2019 sagt das DIW unter Berücksichtigung steigender Preise für Bauleistungen real gerade noch rund ein Prozent Plus bei den Investitionen in Wohnungsneubauten voraus. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

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