17. November 2017, 11:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

ZIA: Wohnungsbaugenehmigungen gehen stark zurück

Der Wohnungsmangel in Deutschland ist besonders in den Metropolregionen weithin bekannt. Trotzdem geht der Neubau von Wohnungen derzeit zurück, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Um diesen Trend umzukehren, muss die Politik aktiv werden.

ZIA: Wohnungsbaugenehmigungen gehen stark zurück

Um dem Wohnungsmangel entgegenzuwirken, ist laut ZIA ein tiefgreifender Abbau der Bürokratie notwendig.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2017 wurden laut Statistischem Bundesamt 256.821 Wohnungen genehmigt, was einen Rückgang von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (276.297 Genehmigungen) bedeutet.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass dem Wohnungsbau jetzt die Puste ausgeht. Die Immobilienmärkte der Groß- und Universitätsstädte sind nach wie vor angespannt, dieses Problem müssen wir schnell und kreativ meistern“, erklärt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss.

Anhand der Zahlen sei es offensichtlich, dass eine schnelle Entscheidung der Sondierungsgespräche zwischen Union, FDP und Grünen nötig sei, um das Klima für Baumaßnahmen und Investitionen zu verbessern.

Mehr Anreize statt Bürokratie

Dem ZIA zufolge ist die Immobilienwirtschaft bereit für neue Bauvorhaben, braucht dafür jedoch ein besseres Umfeld durch neue Anreize und eine verringerte Bürokratie.

„Wir benötigen wir schnellere Grundstücksvergaben, Baugenehmigungsverfahren und neue Anreize für den Wohnungs- und Nichtwohnungsbau. Die Erhöhung der linearen AfA von derzeit zwei auf mindestens drei Prozent ist überfällig”, fordert Mattner und kritisiert zudem Mietpreisbremse und hohe Grunderwerbsteuersätze.

Um das angestrebte Ziel von 1,5 Millionen neuen Wohnungen pro Jahr erreichen zu können, sei es zudem nötig die Zahl geltender Bauvorschriften zu reduzieren, da die über 20.000 momentan existenten Vorschriften das Umfeld unnötig verkomplizieren.

Verschiedene Nutzungsarten beachten

Darüber hinaus fordere der ZIA, neben der Wohnraumverknappung auch die anderen Nutzungsarten im Blick zu behalten, da die Schaffung von Wohnraum nicht auf Kosten von neuen Büro-, Handels- oder Logistikflächen geschehen dürfe.

Dann steuern wir von einem Notstand in einen weiteren, der einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden für unsere Städte bedeuten könnte“, ergänzt der ZIA-Präsident. (bm)

Mehr Beiträge zum Thema Wohnimmobilien:

Wohnimmobilien: Mögliche Trendwende bei Hauspreisen

Mietausfallversicherung für Vermieter: Wer vergleicht, profitiert

Grundsteuer: So unterschiedlich werden Eigentümer zur Kasse gebeten

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Deutlicher Rückgang der Fallzahlen beim Kfz-Diebstahl

Das Bundeslagebild “Kfz-Kriminalität 2018” zeigt einen deutlichen Rückgang der Zahl dauerhaft gestohlener Kraftfahrzeuge (Kfz) in Deutschland. Insgesamt 16.613 Personenkraftwagen (Pkw) wurden im Berichtsjahr 2018 entwendet. Wie sich der Trend entwickelt.

mehr ...

Immobilien

Abwarten und Geld parken

Wirtschaftspolitische Spannungen wie der Handelskonflikt zwischen China und den USA, ein immer wahrscheinlicher werdender No-Deal-Brexit und Rezessionsängste schüren bei Anlegern Unsicherheit. Was tun mit dem Geld? Ein Kommentar von Volker Wohlfarth, Geschäftsführer bei der Crowdinvestment-Plattform zinsbaustein.de.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

“Dann ist es vorbei”: Finnland setzt Johnson Frist beim Brexit

Der derzeitige EU-Ratsvorsitzende Antti Rinne hat dem britischen Premierminister Boris Johnson eine Frist bis zum Monatsende gesetzt, um Änderungswünsche am Brexit-Abkommen einzureichen.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

Sicherheit auf der Baustelle: Das Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ reicht nicht aus

Wer baut, haftet für mögliche Personen- oder Sachschäden auf der Baustelle. Bauherren und Grundstückseigentümer tragen eine Mitverantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie für die Absicherung der Baustelle. Darauf verweisen die Experten des Bauherren-Schutzbunds.

mehr ...