16. November 2018, 11:49
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JLL: Ein Plädoyer für das Bestellerprinzip

Wer bestellt, der bezahlt. Ein selbstverständliches Geschäftsprinzip in der weltweit als höchst professionell anerkannten Immobilienbranche der angelsächsischen Länder wird hierzulande noch immer kontrovers diskutiert.

Kommentar von Timo Tschammler, Jones Lang Lasalle (JLL) Germany

JLL: Ein Plädoyer für das Bestellerprinzip

Timo Tschammler: “Die in Deutschland gängige Außenprovision birgt erhebliches Konfliktpotenzial.”

Viele Makler fürchten die auf Transparenz und vor allem auf Professionalisierung ausgerichteten Veränderungen der Geschäftspraxis ihrer Branche. Immerhin geht es um die Verteidigung von Einnahmequellen.

Mehr noch: letztlich geht es sogar um das Berufsbild des Maklers. Denn das Bestellerprinzip trennt die Spreu vom Weizen.

Interessen werden gleichgeschaltet

Fakt ist: Umso systematischer, professioneller und internationaler die Teilnehmer im Gewerbeimmobilienmarkt agieren, desto selbstverständlicher findet das von der Großen Koalition bereits 2013 in den Koalitionsvertrag aufgenommene Bestellerprinzip vollumfänglich Anwendung.

Dabei verlangt der Verkäufer vom Makler das Erzielen des besten Preises bei hoher Transaktionssicherheit innerhalb eines bestimmten zeitlichen Rahmens.

Interessen zwischen Auftraggeber und Makler werden so gleichgeschaltet und gemeinsam gegenüber der anderen Vertragspartei vertreten.

Seite zwei: “Unklare Verhältnisse in vielen Fällen”

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5 Kommentare

  1. Frau Barley sieht nur die Makler-Courtage in den Bundesländern, in denen vom Käufer die volle Provison bezahlt wird wie: Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen. Würde sie sich mehr mit diesem Thema befassen, wäre Ihr aufgefallen, dass in den übrigen Bundesländern die Provision zwischen Käufer und Verkäufer geteilt wird. So ist das auch fair und sollte so in allen Bundesländern gehandhabt werden.
    Frau Barley will leider nicht zugeben, dass einzelne Bundesländer die Grunderwerbsteuer so erhöht haben, dass es für viele Käufer nicht mehr möglich ist, eine Immobilie zu kaufen. Trick von Frau Barley ist, dass durch das Bestellerprinzip die Käufer noch höhere Grunderwerbsteuer zu bezahlen haben. Begründet wurde dies bereits in anderen Kommentaren.
    Fakt ist: die Grunderwerbsteuer muss dringend so angesetzt und reduziert werden, dass Deutschland sich im Eigentum wieder auf eine bessere Platzierung bringt.

    In Deutschland übernehmen Immobilienberater und Gutachter eine wichtige Steuerungsfunktion. Ohne professionelle Immobilienvermittlung würden Preise und Nachfrage unkontrolliert in die Höhe schießen. Amateure wären unter sich und niemand kann sicher sein, ob er für seine Immobilie nicht zu viel bezahlt hat. Qualifizierung von Immobilienmaklern ist eine wichtige Voraussetzung!

    Frau Barley und Ihre Partei haben Probleme, weil Sie nicht mehr ernst genommen werden. Dazu will sie noch Arbeitsplätze vernichten, anstatt Arbeitsplätze zu schaffen zum Wohle aller. Den Menschen geht es nur gut, wenn Sie Arbeit haben. Leider hat dies die SPD und die Grünen immer noch nicht verstanden!
    Wichtiges Thema wie Umweltverschmutzung wurde von den Grünen nicht richtig ernst genommen, sonst hätten wir heute die zu beklagenden und katastrophalen Zustände nicht! Das kostet sehr viel Geld und schadet der Gesundheit! Der Steuerzahlen wird schon richten.

    Kommentar von Ott — 19. November 2018 @ 17:57

  2. Jedes Land hat seinen eigenen Immobilienmarkt, mit seinen eigenen Besonderheiten und seinen eigenen Gesetzen. In Kanada ist z.B. üblich, dass nicht eigehaltene Besichtigungstermine kostenpflichtig sind, wäre auch hier eine Möglichkeit, oder.

    In vielen Ländern ist es üblich, dass die Immobilienverträge frei ausgehandelt werden und nicht mit einer Provision von 5 % + MWST. vom Kaufpreis enden.

    Wie Sie sehen kann ich mir neben den Rosinen auch die negativen Punkte raus suchen und anwenden wollen.

    Die jetzige Regelung hat sich bewährt und funktioniert, mit Ausnahme einiger Ballungszentren, auch problemlos.

    Jetzt muss sich die Politik entscheiden, ob wir eine freie und soziale Marktwirtschaft oder wieder einen Schritt zurück zur Planwirtschaft gehen wollen.

    Von einem sollten wir uns verabschieden, daran ändert auch kein Politiker oder kein Gesetz etwas. nicht jeder kann überall wohnen.

    Kommentar von Frank Lender — 19. November 2018 @ 15:27

  3. Das soll doch jeder selbst entscheiden ob er eine Aussenprovision oder Innenprovision verlangt. Bei der Innenprovision ist die Gefahr groß das viel mehr auf den Kaufpreis aufgeschlagen wird. Der Käufer wird dann wieder der gelacktmeierte sein und zahlt noch dazu mehr Nebenkosten, so wie Grunderwerbsteuer usw…….

    Kommentar von Jörg Müsel — 19. November 2018 @ 12:18

  4. Der Laie und der Autor vergisst, dass der Makler sehr viele Dienstleistungen auch für den Käufer leistet. Jeder Laie ist überfordert alle notwendigen Schritte bei einem Kauf richtig zu machen. Ganz wichtig ist auch, dass er eine Einigkeit beim Kaufpreis erzielt. Vielfach ist Interesse zum Kauf da, aber der Kaufpreis ist zu hoch. Hier kann der Makler eine wichtige Vermittlerrolle übernehmen. Auch die Beschaffung der vielen Unterlagen, die für eine Finanhzierung notwendig sind, kann der Makler große Dienste leisten. Er ist auch verpflichtet auf Schwächen des Objekts hinzuweisen. Außerdem ist der Käufer nicht auf staatliche Hilfe angewiesen, wie als Mieter. Außerdem widerspricht das Bestellerprinzip der Verfassung, wegen freier Vertragsgestaltung. Detlev Berger 19.11.2018

    Kommentar von Berger — 19. November 2018 @ 11:49

  5. Wenn man von einer Branche wenig bis gar keine Ahnung hat, sollte man sich nicht öffentlich dazu äußern. Kein Makler auf der ganzen Welt kann seinen Betrieb mit Einnahmen von 2% inkl MwSt wirtschaftlich führen. Frau Barley und die Grünen möchten hier Sympolpolitik auf Kosten von Arbeitsplätzen und Existenzen betreiben. Wenn man keine Ahnung von einer Branche hat, sollte man besser nicht regieren, als falsch zu regieren.

    Kommentar von Thomas Löw — 16. November 2018 @ 14:44

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