3. Mai 2018, 14:27
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Nebenkosten beim Immobilienkauf: Bis zu 72 Prozent Preisunterschied

Wer eine Immobilie erwirbt, muss nicht nur den Kaufpreis, sondern auch Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer und oft auch Maklergebühr stemmen. Wie das Maklerunternehmen Homeday in einem deutschlandweiten Vergleich ermittelt hat, fällt die zusätzliche Belastung regional allerdings sehr unterschiedlich aus.

Nebenkosten beim Immobilienkauf: Bis zu 72 Prozent Preisunterschied

Die Nebenkosten beim Immobilienkauf fallen je nach Region unterschiedlich hoch aus.

Angesichts stetig steigender Immobilienpreise schlagen auch die Erwerbsnebenkosten immer kräftiger zu Buche. Für viele Immobilienkäufer wird diese Entwicklung zunehmend zu einem finanziellen Kraftakt, so Homeday.

Schließlich müssten die Kosten für Grunderwerbsteuer, Maklerprovision sowie Notar- und Gerichtskosten in der Regel über das vorhandene Eigenkapital finanziert werden. Dabei falle die zusätzliche Belastung regional sehr unterschiedlich aus.

Die aktuelle Analyse zeige, dass die Nebenkosten – je nach Lage der Immobilie – um bis zu 72 Prozent schwanken und sich in der Spitze auf 15,64 Prozent der Kaufsumme summieren könnten. Während bei einem Grundpreis von 300.000 Euro in Bayern und Sachsen maximal 27.210 Euro in der Finanzplanung kalkuliert werden müssten, fielen in Brandenburg bis zu 46.920 Euro für eine vergleichbare Immobilie an.

Grunderwerbsteuer: Immobilienkäufer zahlten 2017 mehr als 13 Milliarden Euro an die Länder

„Mit jährlichen Einnahmen von derzeit mehr als 13 Milliarden Euro gehört die Grunderwerbssteuer zu den wichtigsten Finanzierungsquellen der Bundesländer”, erklärt Steffen Wicker, Gründer und Geschäftsführer von Homeday. „Allein in den vergangenen vier Jahren haben neun Landesregierungen an der Preisschraube gedreht, um zusätzliche Einnahmen in die Kassen zu spülen.”

Aktuell liegen die Steuersätze, die auf den Kaufpreis erhoben werden, zwischen 3,5 Prozent in Bayern und Sachsen und 6,5 Prozent in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Thüringen, Schleswig-Holstein und dem Saarland.

„Mit Blick auf den zeitgleichen Anstieg der Immobilienpreise profitieren viele Länder finanziell in doppelter Hinsicht von der Grunderwerbsteuer”, so Wicker.

Große regionale Unterschiede bei der Maklerprovision

Wird der Kauf einer Immobilie durch einen Makler vermittelt, ist in der Regel eine entsprechende Provisionszahlung fällig. Anders als bei Vermietungen kann die Höhe der Provisionen frei verhandelt werden und ist entweder ganz oder in Teilen vom Käufer zu tragen.

In der Praxis orientieren sich die Sätze laut Homeday meist an den marktüblichen Regelungen in den jeweiligen Bundesländern. Eine Entwicklung, die bis heute zu sehr unterschiedlichen Zahlungsmodalitäten geführt habe.

So sei es unter anderem in Berlin und Brandenburg üblich, dass die komplette Maklergebühr von 7,14 Prozent auf den Käufer umgelegt wird. Auch in Hamburg zahle der Käufer in der Regel 6,25 Prozent Provision vom Kaufpreis. Ähnliches gelte in Bremen und Hessen, wo Neueigentümer 5,95 Prozent der Kaufsumme in Rechnung gestellt bekommen.

Im überwiegenden Teil der Republik würden die Kosten hingegen zu gleichen Teilen zwischen Käufern und Verkäufern aufgeteilt. Dort betrage der Anteil der Provision, der vom Erwerber typischerweise zu tragen ist, 3,57 Prozent.

Seite 2: Kosten für Notar und Grundbucheintrag einheitlich geregelt

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Branchenstudie: Versicherer sehen durch Corona mehr Chancen als Herausforderungen

Die Corona-Krise hat weltweit zu einem hohen Maß an Unsicherheit geführt. Rund ein halbes Jahr nach dem Ausbruch der Pandemie stellt sich zumindest für die deutsche Versicherungswirtschaft die Situation deutlich positiver dar als noch zu Beginn. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY und der V.E.R.S. Leipzig GmbH hervor. Die Gründe.

mehr ...

Immobilien

Software für Baufi-Vermittler erhöht Effizienz

Der Arbeitsalltag für Finanzierungsvermittler hat sich nicht zuletzt dank der Digitalisierung stark verändert: Tätigkeiten, die früher pro Kunde mehrere Stunden Zeit kosteten, lassen sich heute dank weniger Klicks sofort erledigen. Doch unterschiedliche Lead Schnittstellen und Accounts auf verschiedenen Plattformen erschweren den Prozess. Für dieses Problem hat die FinLink GmbH ihre gleichnamige Software entwickelt.

mehr ...

Investmentfonds

GAM ernennt Jill Barber zur globalen Leiterin Institutional Solutions

GAM Investments ernennt Jill Barber zur Global Head of Institutional Solutions. Jill Barber wird direkt dem Group Chief Executive Officer Peter Sanderson unterstehen und Mitglied des Senior Leadership Teams sein. Sie wird dem Unternehmen am 1. November beitreten.

mehr ...

Berater

Sparquote dürfte 2020 auf rund 16 Prozent steigen

Die Coronakrise dürfte die Sparquote in Deutschland nach Einschätzung der DZ Bank in diesem Jahr auf einen Rekordwert treiben. Nachdem die Verbraucher bereits im ersten Halbjahr 2020 deutlich mehr Geld auf die hohe Kante legten als üblich, erwarten die Experten des genossenschaftlichen Spitzeninstituts dies auch für die nächsten Monate.

mehr ...

Sachwertanlagen

Solvium lanciert Zertikat für Schweizer Profi-Investoren

Der Hamburger Logistik-Assetmanager Solvium Capital bringt die Assets „Schiffscontainer“ und „Wechselkoffer“ über ein Zertifikat auf den Schweizer Markt. Dazu ist das Unternehmen eine neu geschlossene Partnerschaft mit dem Züricher Verbriefungsspezialisten Gentwo eingegangen.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...