18. Oktober 2018, 08:00
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Wohin mit Nachbars Laub? Ab über die Hecke!

Der Indian Summer begeistert mit rot-, gold- und braungefärbten Blättern. Doch wenn die Laubmassen zusammengekehrt und entsorgt werden müssen, kommt schnell mal schlechte Laune auf – besonders, wenn es sich Nachbars Laubgut handelt. Muss man sich darum kümmern?

Wohin mit Nachbars Laub? Ab über die Hecke!

Das farbenfrohe Herbstgewand aus rot, gold, grün und braun ist ein echter Hingucker. Solang es an den Bäumen hängt. Muss das Laub dann entsorgt werden, gibts Verdruss und Ärger.

Bevor jetzt vorschnell ein lautstarker Streit vom Zaun gebrochen wird, empfiehlt sich ein Blick auf die Rechtslage. Das so genannte Nachbarschaftsrecht ist nicht abschließend und kompakt in einem Gesetzestext mit bundesweiter Geltung geregelt. Es handelt sich vielmehr um eine durch eine Vielzahl von Urteilen sowie landes- und bundesrechtlichen Regelungen geprägte Rechtsmaterie.

Einheitliches Gesetz
? Fehlanzeige

Das Problem des jährlich wiederkehrenden Laubfalls versuchte der (Landes-) Gesetzgeber im ersten Schritt unter anderem dadurch zu lösen, dass er in den Nachbarschaftsgesetzen die Grenzabstände regelte. So muss in der Regel ein deutlicher Abstand zwischen Baum und Grundstücksgrenze bestehen, es sei denn, es handelt sich um einen „Grenzbaum“.

Insbesondere bei Herbststürmen werden die Grenzen vom herunterfallenden Laub aber nicht respektiert und landen zum Teil auf dem eigenen, zum Teil auf dem benachbarten Grundstück. In diesen Fällen gibt es keine Lösung, die sich unmittelbar aus dem Gesetz herauslesen lässt.

Grenzabstände einhalten

Wenn aber die Grenzabstände eingehalten wurden, die Äste nicht beeinträchtigend herübergewachsen sind (Überhang) und auch kein extremer, die Grundstücksnutzung wesentlich beeinträchtigender Laubbefall vorliegt, wird man vor den Gerichten auch keinen Erfolg damit haben, das Entfernen oder Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern zu verlangen. Dies gilt laut Arag-Rechtsexperten insbesondere für die Fälle, in denen die strittigen Bäume von einer Baumschutzverordnung erfasst sind.

Seite 2: Was man hinnehmen muss

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1 Kommentar

  1. Nun, wenn es Überhand nimmt, kann man meist noch über das Argument, dass der große Baum des Nachbarn eine unzumutbare Verdunkelung der Räume darstellt, die Fällung oder zumindest das Zurückschneiden erzwingen. Selbst vor dem AG München.

    Kommentar von Tino Cogin — 18. Oktober 2018 @ 08:37

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