23. September 2018, 09:10
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Herbst- und Winterzeit: Qual der Reifenwahl

Wenn es regnet und die Blätter fallen verwandelt sich so manche Straße in eine Rutschbahn. Spätestens im Herbst sollte man sich deshalb Gedanken machen, welcher Reifen wann der richtige ist und inwieweit eine gesetzlich vorgeschriebene Winterreifenpflicht gilt.

Laub in Herbst- und Winterzeit: Qual der Reifenwahl

Trügerische Schönheit: Trifft Regen auf das Herbstlaub, verwandelt sich die Straße in eine Rutschbahn.

Winter- und Sommerreifen unterscheiden sich durch ihre Gummimischung und das Profil: Winterreifen sind mit zusätzlichen Rillen ausgestattet und sind weicher. So verhindern sie ein zu starkes Rutschen bei Schnee oder Matsch. Im Sommer müssen die Reifen dagegen hohen Temperaturen standhalten. Daher ist die hier verwendete Gummimischung besonders hart. Bei winterlichen Straßenverhältnissen bedeutet das allerdings erhöhte Rutschgefahr, weshalb ein Reifenwechsel sinnvoll ist. Immer mehr Autofahrer wollen sich aber diesen Aufwand sparen und setzen auf Ganzjahresreifen. “Ganzjahresreifen sind ein Kompromiss. Sie eignen sich für Autofahrer, die bei extremen Wetterverhältnissen auch auf das Auto verzichten können und damit weder in den Skiurlaub fahren noch im Hochsommer nach Südeuropa”, sagt Frank Mauelshagen, Kfz-Experte der Ergo.

Pflicht oder nicht?

Die Frage, ob es in Deutschland eine Winterreifenpflicht gibt, lässt sich nicht eindeutig beantworten. “Wir haben hierzulande eine sogenannte ‚situative Winterreifenpflicht‘”, so der Kfz-Experte. Das heißt konkret: Herrscht Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Reif- oder Eisglätte, dann sind Winterreifen Pflicht. Festgelegt ist dies in der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Paragraf 2 Absatz 3a. Halten sich Autofahrer nicht daran, riskieren sie ein Bußgeld von mindestens 60 Euro und müssen bei einem Unfall mit Sommerreifen unter Umständen auch mit Leistungskürzungen seitens der Versicherung rechnen. Übrigens: Auch mit Ganzjahresreifen dürfen Autofahrer bei Glatteis & Co. unterwegs sein, wenn sie das alte M+S- oder das seit 2018 gültige Schneeflocken-Symbol aufweisen.

Seite zwei: Seit Januar 2018: Von M+S zum Schneeflocken-Symbol

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