Wohnimmobilien: Preise an Rhein und Ruhr steigen weiter

Wie der Trendindikator des Finanzdienstleisters Dr. Klein zeigt, ist die Preisdynamik im Westen der Bundesrepublik schwächer als bei Häusern. Kölner Wohnungen widersetzen sich jedoch erneut dem Trend.

Dortmund: Immobilienkäufer müssen im Ruhrgebiet weniger Geld ausgeben als im Rheinland.

Auf dem Düsseldorfer Immobilienmarkt übersteigt die Nachfrage das Angebot weiterhin. Das schreckt die Käufer laut Dennis Bettenbrock, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Düsseldorf, jedoch nicht ab: Auch hochpreisige Objekte finden nach wie vor Abnehmer.

„Interessenten sind im Schnitt sehr gut informiert, sowohl über den Markt als auch zu Finanzierungsfragen. Viele gehen von zukünftig steigenden Zinsen aus und folgen unserer Empfehlung, tendenziell lange Zinsbindungen zu vereinbaren“, so Bettenbrock.

Persönliche Beratung bleibt wichtig

In der Praxis stelle er fest, dass die persönliche Beratung eine wichtige Rolle am angespannten Markt spiele: „Die Finanzierung muss oft in kurzer Zeit stehen, gleichzeitig hat sie Relevanz für die nächsten Jahrzehnte.“

Sowohl Ein- und Zweifamilienhäuser als auch Wohnungen steigen weiterhin im Preis, jedoch mit unterschiedlicher Dynamik: Während sich der Index für Wohnungen mit plus 0,08 Prozent auf dem Niveau des Vorquartals befinde, verteuern sich Häuser um 2,18 Prozent.

Der Index berücksichtige Faktoren wie Baujahr oder Lage der Immobilie. Bezogen auf das zweite Quartal 2017 betrage die Preissteigerung 8,7 Prozent bei Eigentumswohnungen und 4,02 Prozent bei Häusern.

Köln: Wohnungspreise fallen weiter

Zum zweiten Quartal in Folge sinken die Preise auf dem Kölner Wohnungsmarkt, aktuell um 0,14 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahresquartal ergebe sich ein Anstieg um 4,19 Prozent.

Das sei zwar ein deutliches Plus – jedoch falle es sehr viel niedriger aus als in den Quartalen zuvor, in denen sich die Preise im Jahresvergleich um etwa zehn Prozent und über 13 Prozent nach oben entwickelten.

Im Schnitt haben Wohnungskäufer in der Metropolregion Köln-Bonn 2.857 Euro für den Quadratmeter bezahlt – und damit 113 Euro mehr als in den ersten drei Monaten des Jahres.

Seite zwei: Steile Preiskurve für Kölner Häuser

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