7. August 2018, 12:36
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Wohnimmobilien: Weiterhin hohe Blasengefahr

Das Researchinstitut Empirica hat den Blasenindex für das zweite Quartal 2018 vorgelegt. Demnach besteht in neun von zwölf Großstädten eine hohe Blasengefahr am Wohnimmobilienmarkt.

Wohnimmobilien: Weiterhin hohe Blasengefahr

Insgesamt wachsen Mieten und Kaufpreise laut Empirica in 265 von 402 Landkreisen/kreisfreien Städten nicht mehr im Gleichklang.

Der Blasenindex für ostdeutsche Städte liegt laut Empirica niedriger als für westdeutsche und seit 2015 sogar unter dem Bundesdurchschnitt.

Hinter dem Schleier der Durchschnittswerte würden sich jedoch Ausreißer verbergen: In Potsdam, Dresden und Jena bestehe eine eher hohe Blasengefahr. Der Gesamtindex (plus zwei Punkte) steige in Schrumpfungsregionen diesmal etwas mehr als in Wachstumsregionen.

Preise könnten in Metropolen um 32 Prozent sinken

Generell besteht laut Empirica ein Potenzial für Preisrückschläge am deutschen Wohnimmobilienmarkt. Das Rückschlagpotenzial beschreibt die relative Preiskluft zwischen Kaufpreisen für Eigentumswohnungen und den Mieten.

Im bundesweiten Durchschnitt liegt dieses Potenzial laut Empirica bei 15 Prozent. Um diesen Wert sind die Preise für Wohnungen überbewertet, wenn man die erzielbare Miete als Basis zur Preisermittlung zugrunde legt. In den Top-Städten liege das Rückschlagpotenzial sogar bei 32 Prozent. Sogar in demografischen Schrumpfungsregionen könnten die Preise um sechs Prozent einbrechen, so Empirica.

Ob das passiere, hängt vom Tempo der Fertigstellungen, von der Entschleunigung der (Binnen-)Zuwanderung und einer möglichen Zinswende sowie den politischen Begleitumständen ab. “Externe Schocks“ wie Zölle oder Einbrüche beim Bruttoinlandsprodukt erhöhten die Wahrscheinlichkeit ebenfalls.

Hohe Blasengefahr in neun von zwölf Großstädten

Gegenüber dem Vorquartal ergibt sich laut Empirica keine Veränderung der Blasengefahr in Großstädten: Für neun von zwölf werde eine “eher hohe“ Blasengefahr indiziert (Vorquartal neun, vor drei Jahren sieben). In Essen sei die Gefahr “mäßig hoch“, in Leipzig “gering“ und in Dortmund weiterhin “sehr gering“.

Zum Vergrößern bitte auf die Tabelle klicken

Wohnimmobilien: Weiterhin hohe Blasengefahr

Quelle: Empirica

Insgesamt wachsen Mieten und Kaufpreise laut Empirica in 265 von 402 Landkreisen/kreisfreien Städten nicht mehr im Gleichklang (Vorquartal 259, vor drei Jahren 173). Im Ergebnis indiziert der Empirica-Blasenindex für 211 Kreise eine mäßige bis hohe Blasengefahr (Vorquartal 204, vor drei Jahren 83). (bk)

Foto: Shutterstock

 

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1 Kommentar

  1. Nicht höher als beim Wandern

    Kommentar von Jan Lanc, Neu-Isenburg — 7. August 2018 @ 15:10

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