26. März 2018, 14:20
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohntrends: Vertikales Wohnen immer beliebter

Das Konzept von Wohnhochhäusern etabliert sich angesichts des zunehmenden Flächenmangels mehr und mehr auch in deutschen Großstädten. So zeigt eine aktuelle Studie des Analysehauses bulwiengesa einen Imagewandel bei Käufern, Kommunen und Finanzierern.

Wohntrends: Vertikales Wohnen immer beliebter

Blick vom Wohnturm “Strandhaus by Richard Meier” in Hamburg. Die Entwicklung vergleichbarer Projekte nimmt deutschlandweit Fahrt auf.

Die bulwiengesa-Studie wurde im Auftrag des Immobilienunternehmens Pandion AG durchgeführt und zeigt, dass zwischen 2012 und 2020 insgesamt 11.467 Wohnungen in 78 Wohnhochhäusern an den deutschen A- und B-Standorten entstehen. Einer dieser Wohntürme habe dabei im Schnitt 147 Wohneinheiten.

“Aufgrund des knappen Flächenangebots besonders in den Metropolen ist die Entwicklung in die Höhe ein logischer Schritt. Dennoch funktioniert diese Wohnform nicht an jedem Standort und bedarf einer besonderen Analyse und des entsprechenden Know-hows der Projektentwickler“, erklärt PANDION Vorstand Reinhold Knodel.

Ziel der alle zwei Jahre durchgeführten Untersuchung sei es, Transparenz und eine fundierte Datenlage zum Thema Wohnhochhaus zu schaffen. “Wir erleben in unseren Projekten, dass sich diese Wohnform zunehmend etabliert und auch bei Kommunen und Finanzierern einen Imagewechsel erfährt”, so Knodel.

Erste Wohntürme in B-Städten

Felix Embacher, Bereichsleiter bei bulwiengesa AG fügt hinzu: “Vor diesem Hintergrund nimmt die Entwicklung solcher Objekte an Fahrt auf, immer mehr und immer höhere Projekte werden geplant. Im Zeitraum 2012 bis 2017 wurden insgesamt 4.490 Hochauswohnungen fertiggestellt. Bis zum Jahr 2020 sollen weitere 6.977 Wohneinheiten hinzukommen.”

Aktuellen Zählungen zufolge entstehen derzeit 90 Prozent aller deutschen Hochhauswohnungen in den sieben A-Städten (10.299 Einheiten mit einer Wohnfläche von insgesamt 760.038).

Immer häufiger werden jedoch auch in B-Städten wie Leipzig und Karlsruhe Wohntürme entwickelt, allerdings meist in kleinerem Maßstab. An zehn B-Standorten werden aktuell zwölf Projektvorhaben registriert. Insgesamt entfallen auf die B-Städte 1.168 Wohnungen mit einer Fläche von insgesamt 85.768 Quadratmetern.

Risiken bei der Entwicklung

“Ein Wohnhochhaus lässt sich nicht wie ein klassischer Wohnblock in Bauabschnitte unterteilen. Wer anfängt zu bauen, muss es durchziehen und von vornherein richtig kalkulieren. Nachjustieren bei den Verkaufspreisen funktioniert nicht, da es keinen weiteren Bauabschnitt gibt“, erläutert Knodel.

Höhere Quadratmeterpreise seien auf mehrere Faktoren wie zum Beispiel die aufwendige Gründung, Statik, Haustechnik, Brandschutz oder die Fassade zurückzuführen. Knodel zufolge liegen die Baukosten pro Quadratmeter Wohnfläche etwa 1.000 Euro höher.

Dazu kämen noch die Grundstückspreise, da ein Turm auch eine gute Wohnlage brauche. Aus diesem Grund entstehen in einem Großteil der Wohnhochhäuser hauptsächlich Eigentumswohnungen im Premiumsegment (38 Projekte mit 4.208 Wohnungen).

Knodel sagt dazu: “Ein Wohnhochhaus zu entwickeln, ist eine besonders interessante und vielschichtige Aufgabe, die individuelle technische und bauphysikalische Herausforderungen mit sich bringt.” Die Risiken bei der Entwicklung seien jedoch vielfältig.

Seite zwei: Das höchste Wohnhochhaus Deutschlands

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Munich Re fürchtet starke Hurrikan-Saison im Atlantik

Die bevorstehende Hurrikansaison im Nordatlantik wird in diesem Jahr nach Einschätzung von Geowissenschaftlern vermutlich heftiger als üblich ausfallen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wären schwere Sturmtreffer auf Land besonders problematisch, warnte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re am Freitag.

mehr ...

Immobilien

Nach Neuregelung der Maklercourtage: Forderung nach Sachkundeprüfung für Makler

Durch die Neuregelung der Maklerprovision ist eine Steigerung der Qualität und Professionalisierung der Maklerbranche zu erwarten. Dazu gehört nach Meinung von Re/Max Germany auch ein Examen noch Meisterbrief die für den Maklerberuf bislang nicht nötig seien.

mehr ...

Investmentfonds

Wie wahrscheinlich sind negative Zinssätze?

Negative Zinssätze sind wieder in den Schlagzeilen. Die Märkte haben begonnen, die Chance einzupreisen, dass sowohl die US-Notenbank als auch die Bank of England gezwungen sein werden, die Zinsen zu senken und die Nullgrenze zu durchbrechen, um ihre Wirtschaft zu stützen und den wachsenden disinflationären Druck auszugleichen. Aber wie wahrscheinlich ist dies und warum wird jetzt darüber gesprochen? Ein Kommentar von Colin Finlayson, Co-Manager des Kames Strategic Global Bond Fund

mehr ...

Berater

Corona: KI als Sofortsicherheit für Soforthilfe

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sorgen dafür, dass die digitale Transformation an Fahrt aufnimmt. Daraus ergeben sich aber auch neuartige Problemstellungen. Die Betrugsversuche bei den online zu beantragenden Corona-Hilfen zeigen in beispielhafter Weise, welche das sind und wie sie zu lösen wären. Gastbeitrag von Frank S. Jorga, WebID Solutions

mehr ...

Sachwertanlagen

Bisher kaum Corona-Prospektnachträge bei Publikums-AIFs

Nur drei Prospekte von geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger, die vor der Corona-Krise aufgelegt wurden und sich noch in der Platzierung befinden, wurden bislang durch spezielle Risikohinweise zu den möglichen Folgen der Pandemie ergänzt.

mehr ...

Recht

BVDW sieht Gefahr eines „Digitalen Lockdown“

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sein Urteil im Fall Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die Planet49 GmbH gesprochen. Demnach reicht eine bereits vorangekreuzte Checkbox nicht aus, um den Anforderungen an eine Einwilligung beim Setzen von Cookies zu entsprechen. Dies war zu erwarten. Der BGH hat aber nicht eindeutig darüber entschieden, ob prinzipiell eine Einwilligung des Nutzers für den Einsatz von Cookies zur Erstellung von Nutzerprofilen für Zwecke der Werbung oder Marktforschung  erforderlich ist.

mehr ...