E-Autos: Hausbesitzer müssen einiges beachten

Ökologisch sinnvoll und voll im Trend: Die eigene Immobilie wird zur Tankstelle für das Elektroauto. Was Immobilienbesitzer wissen sollten.

Das heimische Laden von Elektroautos muss nicht zur Herausforderung werden.

Noch sind sie eher Exoten, doch der Markt wächst: Rund 67.500 Elektroautos wurden 2018 neu zugelassen, ein sattes Plus von 24 Prozent, so der Verband der Automobilindustrie. Derzeit können Käufer in Deutschland aus knapp 60 verschiedenen Modellen wählen. Bis zum Jahr 2025 sollen es mehr als 100 Modelle quer durch alle Fahrzeugklassen sein. Auch das Netz von Ladestationen wird kräftig ausgebaut: Rund 11.000 öffentliche E-Tankstellen gibt es bereits.

Reicht die Haussteckdose?

Trotzdem: 80 Prozent der E-Autofahrer tanken lieber zu Hause, meldet der Bundesverband eMobilität. Also einfach nach Feierabend ein passendes Ladekabel in die Steckdose stecken und das E-Auto lädt sich über Nacht? Ganz so einfach ist es nicht. An einer Haushaltssteckdose würde es bis zu zehn Stunden dauern, die Batterie eines Elektroautos vollständig zu laden. Das wäre nicht nur äußerst unwirtschaftlich, sondern auch gefährlich – dafür ist die Ladeleistung eines Autos viel zu hoch. Für die E-Tankstelle im eigenen Haus ist eine spezielle Ladestation, eine so genannte Wallbox, notwendig. Es gibt sie in verschiedenen Varianten mit einer Ladeleistung zwischen 3,7 kW und 22 kW, die Preisspanne reicht von 500 bis etwa 2.500 Euro.

Strombedarf steigt immens

Hinzu kommt noch die Installation, die grundsätzlich nur von einem zertifizierten Elektrofachbetrieb durchgeführt werden darf. Sinnvoll kann es sein, bei dieser Gelegenheit auch einen zweiten Stromzähler zu installieren – etwa, wenn man bei einem Firmenwagen die Energiekosten mit dem Arbeitgeber abrechnen kann oder den günstigeren Strom in der Nacht nutzen will. Für Hausbesitzer gilt die Faustregel: Wird das Elektroauto grundsätzlich zu Hause geladen, verdoppelt sich der Strombedarf eines Familienhaushalts.

Schwäbisch-Hall-Expertin Kathrin Milich rät: „Einige Bundesländer, Kommunen oder auch Energieversorgerfördern die Einrichtung einer privaten Ladestation, wenn beispielsweise der Strom aus erneuerbaren Energien kommt.“ Einen Überblick, wer aktuell was und wie fördert, gibt der ADAC auf seiner Homepage.

Seite zwei: Lohnt der Umstieg wirklich?

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