17. Mai 2019, 07:00
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Gewerbeimmobilien: 
Berliner Büromieten steigen um 80 Prozent

Die Gewerbeimmobilienmärkte an den Top-Sieben-Standorten erlebten zehn wachstumsstarke Jahre. Das Mietenplus liegt zwischen 16,8 Prozent in Düsseldorf und bis zu 79,9 Prozent in Berlin. Die Mieten für Einzelhandelsflächen verzeichnen im selben Zeitraum ein Plus von 16,2 Prozent in Köln und bis zu 51,4 Prozent in Berlin.

Gewerbeimmobilien: 
Berliner Büromieten steigen um 80 Prozent

Nicht nur bei Wohnimmobilien sondern auch bei den Gewerbeflächen-Mieten entkoppelt sich Berlin scheinbar vom Rest der Republik.

Das zeigt der Mietpreisindex für Gewerbeflächen (GIMX), herausgegeben von ImmobilienScout24 und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW). 

Vor allem in Großstädten, wo immer mehr Arbeitsplätze für Hochqualifizierte mit entsprechendem Einkommen und Erwartungen an ein modernes Arbeitsumfeld entstehen, ging der Trend nach oben.

Spitzenreiter der Mietpreisentwicklung ist Berlin: Hier wurde im Langzeitvergleich seit 2008 ein Anstieg bei den Büromieten von 79,9 Prozent verzeichnet. Münchner Büromieten wuchsen im selben Zeitraum um 35,6 Prozent, in Stuttgart ging es um 30,8 Prozent nach oben. Dahinter liegen Hamburg (26,6 Prozent), Köln (20,2 Prozent), Frankfurt (18,4 Prozent) und Düsseldorf (16,8 Prozent).

Auch im Einzelhandel ist Berlin Spitze – bei den Mieten

Auch auf dem Einzelhandelsmarkt führt Berlin die Liste der Top Sieben an, was die Mietsteigerungen betrifft. Die ging in der Hauptstadt um 51,4 Prozent nach oben, gefolgt von Frankfurt mit einem Plus von 39,6 Prozent sowie München mit Plus 38,1 Prozent. Dahinter liegen Düsseldorf (32,6 Prozent), Hamburg (29,7 Prozent), Stuttgart (27,1 Prozent) und Köln (16,2 Prozent).

Die auf lange Sicht positive Marktentwicklung bei den Einzelhandelsmieten ist allerdings in der kurzfristigen Betrachtung von einigen negativen Trends belastet, was bei den Büromieten nicht der Fall ist. So sind zwischen Ende 2017 und Ende 2018 in Hamburg die Einzelhandelsmieten um 11,1 Prozent eingebrochen und in Stuttgart um 3,9 Prozent zurückgegangen.

Der GIMX wird auf Basis eines hedonischen Modells berechnet, das vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) speziell für Gewerbeflächen entwickelt wurde. Hierbei werden strukturelle Verzerrungen wie etwa die Veränderung von Objektqualitäten minimiert, so dass im Index nur tatsächliche Preisveränderungen ausgewiesen werden.

Als Grundlage dienen die Angebotsmieten von Büro- und Einzelhandelsflächen, die über ImmobilienScout24 Gewerbe vermarktet werden. Es wird die Mietpreisentwicklung in Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart, Dortmund, Dresden, Essen, Bremen und Leipzig sowie jeweils ein aggregierter Index für alle Top-Städte dargestellt. Der GIMX erscheint halbjährig und bietet mehr Transparenz im bislang eher wenig übersichtlichen Markt für Gewerbeimmobilien. (dr)

Foto: Shutterstock

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