11. Oktober 2019, 08:21
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Herbst startet mit Rekordtief beim Baugeld

Angesichts politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten und dem jüngsten Zinsschritt der Europäischen Zentralbank sind die Zinsen für Immobiliendarlehen auf historisch niedrigem Niveau in den Herbst gestartet. Laut Interhyp liegen die Zinsen für zehnjährige Darlehen oft unter einem Prozent, bei Bestanbietern sogar unter 0,5 Prozent.

Haus-geld-steuer-baufinanzierung-shutterstock 456812410-Kopie in Herbst startet mit Rekordtief beim Baugeld

Im monatlich erhobenen Bauzins-Trendbarometer von Interhyp prognostizieren die Experten der zehn befragten Kreditinstitute auf mittlere und lange Sicht eher eine Seitwärtsbewegung bei den Konditionen. Einige Analysten erwarten sogar noch etwas fallende Konditionen. In der Branche stellt sich die Frage, wie tief die Zinsen sinken können. „Negativzinsen für Baufinanzierungen halten wir derzeit für unwahrscheinlich“, sagt Mirjam Mohr, Interhyp-Vorständin für das Privatkundengeschäft. Laut Interhyp haben viele Banken positive Mindestzinsen festgesetzt. Dennoch liege das Zinsniveau auf einem Rekordtief, das Baufinanzierungkunden nutzen sollten. „Jetzt im Herbst ist die optimale Zeit, sich mit der Planung rund ums eigene Zuhause zu beschäftigen. Das Zinsumfeld bietet anhaltend günstige Voraussetzungen bei der Kreditaufnahme“, so Mirjam Mohr.

Freier Fall beim Baugeld für den Moment gestoppt

Der freie Fall beim Baugeld ist zwar laut Interhyp zumindest für den Augenblick gestoppt. Faktoren wie der ungeklärte Brexit, Handelskonflikte sowie nachlassende Konjunkturdaten lassen eine Zinswende jedoch in weite Ferne rücken. „Mit einem Maßnahmenbündel aus Strafzinsen und Anleihekäufen will die EZB die Konjunktur und Inflation befeuern. Obwohl die Zentralbanker seit Jahren auf eine Politik des billigen Geldes setzen, bleibt die Inflation weiter hinter den Erwartungen zurück“, erläutert Mohr. Dies schlage sich auch auf die Baufinanzierungszinsen nieder, die ein historisch niedriges Niveau erreicht haben.

Sinkflug der Zinsen zuletzt etwas abgebremst

Der Sinkflug der Zinsen im Juli und August wurde laut Interhyp im September aber etwas abgebremst, es folgte zwischenzeitlich eine kleine Korrektur um knapp 0,1 Prozentpunkte nach oben. Derzeit bewegen sich die Konditionen auf niedrigem Niveau des Rekordtiefs seitwärts. „Aus Finanzierungssicht müssen Immobilieninteressenten in den nächsten Wochen und Monaten nicht mit einer signifikanten Verteuerung ihres Vorhabens rechnen.“ Die Expertin rät Kaufinteressenten zu einer soliden Finanzierung, die bei vielen Eigennutzern und Kapitalanlegern durch lange Zinsfestschreibungen und hohe Anfangstilgungen erreicht werden kann. Hilfreich ist ein hoher Eigenkapitaleinsatz, etwa aus Ersparnissen, um günstige Zinsen zu erhalten und die Finanzierung dauerhaft leistbar zu halten.

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Thomas-Cook-Insolvenz: Warum es für den Staat teurer werden könnte

Im September 2019 stellte der Reiseveranstalter Thomas Cook einen Insolvenzantrag. Etliche deutsche Tochterunternehmen folgten. Viele Reisende konnten und können deshalb ihre Reisen nicht antreten. Der Schaden dafür geht, nach vorsichtiger Schätzung, in die hunderte Millionen Euro. Die Mutschke Rechtsanwaltsgesellschaft mbH hat heute die Bundeskanzlerin und das Bundesjustizministerium aufgefordert, die Ansprüche der geschädigten Urlauber anzuerkennen.

mehr ...

Immobilien

BGH urteilt zu Mieterhöhung auf Basis von Uralt-Mietspiegel

Es flattern eine Mieterhöhung ins Haus, die der Vermieter mit einem veralteten Mietspiegel begründet. Der BGH zeigt die Rote Karte.

mehr ...

Investmentfonds

Kapitalmärkte: Jetzt auf defensive Titel setzen?

Die Aussichten für die Aktienmärkte sind getrübt. Sébastien Galy, Senior-Makrostratege bei Nordea Asset Management, setzt in diesem Umfeld auf Value- und defensive Aktientitel.

mehr ...

Berater

Schiffsfonds-Zweitmarkt: Handel rauf, Kurse runter

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG beendet den Handelsmonat Oktober mit einem außergewöhnlich hohen Umsatz beim Handel mit Schiffsbeteiligungen. Gleichzeitig ging der Durchschnittskurs spürbar zurück. Die Begründung dafür ist etwas überraschend.

mehr ...

Sachwertanlagen

MPC baut Engagement in der Tankschifffahrt aus

Der Asset- und Investmentmanager MPC Capital AG ist über seine Tochtergesellschaft MPC Maritime Holding eine strategische Beteiligung in Höhe von 50 Prozent an der Albis Shipping & Transport GmbH & Co. KG, Hamburg, eingegangen.

mehr ...

Recht

ifo Institut sieht Grundrente kritisch

Das ifo Institut sieht die Grundrente kritisch. „Letzten Endes hat sich die SPD mit ihrer Forderung durchgesetzt, dass Personen mit geringen eigenen Rentenansprüchen eine zusätzliche Sozialleistung erhalten“, sagt Joachim Ragnitz, stellvertretender Leiter der Niederlassung Dresden des ifo Instituts. Ragnitz bemängelt vor allem, dass sich die Höhe der Renten nicht mehr an zuvor gezahlten Beiträgen orientiert.

mehr ...