26. Juni 2019, 12:10
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Immobilienvertrieb: Die Meisten erwarten Umsatzwachstum ohne Einsatz neuer Technologien

Vorstandschefs der Immobilienwirtschaft blicken eher pessimistisch auf die Entwicklung der Weltkonjunktur. Dies ist eines der Kernergebnisse aus dem 22. PwC Global CEO Survey zur Einschätzung der politischen und wirtschaftlichen Weltlage, den die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) durchgeführt hat. An der jährlichen Umfrage haben branchenübergreifend mehr als 1.300 CEOs aus 91 Ländern teilgenommen.

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Nur 34 Prozent der Real-Estate-CEOs erwarten für 2019, dass die Weltwirtschaft wächst. Ebenso viele der Befragten rechnen mit einer gleichbleibenden Weltkonjunktur. Dennoch: Obwohl ihr Weltkonjunktur-Optimismus abnimmt, rechnen 79 Prozent der Immobilien-Topmanager 2019 mit Umsatzsteigerungen für ihr eigenes Unternehmen, im Gegensatz zu den CEOs anderer Branchen.

Mit Blick auf die nächsten drei Jahre äußern sich sogar 86 Prozent der Befragten so. Als wichtigste Gründe dafür nennen sie organisches Wachstum (70 Prozent), Effizienzsteigerungen (64 Prozent) sowie neue Fusionen und Übernahmen (39 Prozent).

8 von 10 CEOs erwarten Umsatzsteigerungen

„Die Branche entwickelt sich nach wie vor stark, und das weltweit“, sagt Susanne Eickermann-Riepe, German Real Estate Leader bei PwC Deutschland. Da liege es nahe, an den bisherigen Erfolgsfaktoren festzuhalten. „Allerdings unterschätzen viele Unternehmen, dass sich trotz der guten Marktentwicklung die Regeln des Geschäfts langsam ändern“, warnt die Expertin.

„Die Investoren erwarten in erster Linie attraktive Produkte. Daneben wird ein außergewöhnliches Kundenerlebnis zu einem immer wichtigeren Bedürfnis“, sagt Eickermann-Riepe. Nachhaltigkeit werde zum Muss, Mitarbeiter erwarteten sinnstiftende Jobs und die Gesellschaft wolle den Unternehmen vertrauen können. Die Analyse zeigt, dass die CEOs aller anderen Branchen für ihren Erfolg am Markt das Vertrauen in die Unternehmen am stärksten bewerten.

Nur die Immobilienbranche wählt „Value for money“ als stärkstes Argument, um am Markt zu bestehen und den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. „Dieser Fokus wird nicht ausreichen, um dem zunehmenden Wandel in der Gesellschaft und den daraus resultierenden Erwartungen gerecht zu werden“, meint Eickermann-Riepe.

Fachkräftemangel hemmt die Geschäftsentwicklung

Sehr besorgt zeigen sich die CEOs der Immobilienwirtschaft über den Fachkräftemangel: 29 Prozent nennen dies als größte Gefahr für die Geschäftsentwicklung. Mehr als die Hälfte der Topmanager (56 Prozent) gibt zudem an, dass es schwieriger sei, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Als häufigsten Grund nennen sie, dass entsprechende Talente fehlen (54 Prozent).

 

Seite 2: Wieso China die stärkste Wachstumsregion ist und die Überregulierung Sorgen bereitet

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