28. Juni 2019, 12:00
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“Mit kleineren Beträgen in Immobilien zu investieren ist keine Innovation eines Robo Advisors wie Liqid”

Volatile Märkte führen zwangsläufig zur Frage, wie man nun investieren soll. Dieses Thema greift Claudia Reich Floyd, Leiterin des Büros von Timbercreek in Deutschland, in ihrem Kommentar auf und bietet eine Antwort an.

Timbercreek - Claudia Reich Floyd in Mit kleineren Beträgen in Immobilien zu investieren ist keine Innovation eines Robo Advisors wie Liqid

Claudia Reich Floyd, Leiterin des Deutschland-Büros von Timbercreek.

“Global, diversifiziert und günstig in hochwertige Immobilien zu investieren, ohne dabei Millionenbeträge auf den Tisch legen zu müssen, und trotzdem eine gute Performance zu erzielen – das ist keine Innovation, die sich Robo Advisors auf die Fahnen schreiben können. Börsennotierte Immobilienaktien (Real Estate Investment Trusts, REITs) leisten so etwas schon seit Jahrzehnten und werden in diesem Jahr voraussichtlich eine Rendite zwischen neun und zehn Prozent erwirtschaften.“

So kommentiert Claudia Reich Floyd, Leiterin des Deutschland-Büros von Timbercreek, einem weltweit anlegenden Immobilien-Asset-Manager, die Ankündigung des digitalen Vermögensverwalters Liqid, nun auch Privatanlegern ab einer Einlagesumme von 200.000 Euro „Zugang zu professionellen Fonds für Immobilienbeteiligungen“ zu bieten.

Volatilität macht kostenfünstige Alternativen attraktiv

Frau Reich Floyd, die auch Portfoliomanagerin für globale Immobilienaktien bei Timbercreek ist, begrüßt das Ansinnen des Berliner Robo Advisors, mehr Anleger von den Vorzügen unternehmerischer Immobilienbeteiligungen zu überzeugen. Deshalb sei es, gerade in ansonsten turbulenten Zeiten an den Aktienmärkten wichtig, auf kostengünstige Alternativen zu setzen, die zudem immer handelbar seien.

„REITs verbinden die Vorteile von Aktien (Liquidität, Transparenz) und Immobilien (langfristige Erträge) mit Dividenden in Form von regelmäßigen Mieteinkommen, wie sie Investoren sonst nur von der Anleiheseite her kennen”, erklärt die Portfoliomanagerin.

Alternative für Privatinvestoren 

„Die Aussage, dass Anleger mit Einzelimmobilien nicht ausreichend diversifiziert sind, während sie bei (offenen Immobilien-)Publikumsfonds hohe Kosten zahlen müssen, bestätigen wir“, stimmt Reich Floyd Liqid zwar zu.

„Dass es für Anleger, die keine Millionen investieren können, aber nur wenige vernünftige Alternativen gibt, halten wir für übertrieben.“ REITs seien definitiv eine Alternative, in die Privatinvestoren – wie im Falle der „Timbercreek Core Global Real Estate Securities“-Strategie – bereits ab einem Betrag von 100 Euro investieren können.

 

Foto: Timbercreek

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