26. Juni 2019, 06:48
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Rendite statt Leerstand

Viele Unternehmen halten große Freiflächen oder Nachverdichtungsflächen vor, um auf dem Gelände weiter expandieren zu können. Ob und wann der zusätzliche Raumbedarf eintritt, steht oft in den Sternen. Viele Raumreserven liegen dauerhaft brach. Hinzu kommt: Die fortschreitende Geschäftsentwicklung ändert auch den Raumbedarf. Es werden also Konzepte gebraucht, die solche Zustände vermeiden.

Gewerbe in Rendite statt Leerstand

Viele einstige Gewerbe- oder Büroflächen stehen plötzlich leer. Unternehmen müssen Teile der Produktion oder Verwaltung verlagern, da die Gebäude nicht mehr die aktuellen Anforderungen erfüllen.

Unternehmensimmobilien sind zunehmend von Leerständen betroffen. Der digitale Wandel beschleunigt diese Entwicklung. Durch produktivere und kleinere Maschinen benötigen Unternehmen tendenziell immer weniger Raum für ihre Geschäfte. Noch mangelt es vielerorts an passenden Konzepten für eine Nachnutzung. Viele mittelständische Unternehmen müssen dringend aktiv werden, um ihre Firmenimmobilie zukunftsorientiert und rentabel zu managen.

Kosten im Blick

Viele Unternehmen betreuen ihren Immobilienbestand in Eigenregie, parallel zum Stammgeschäft. Naturgemäß geraten schnell einige Dinge aus dem Blick. Eine geringe Flächenauslastung erweist sich als eine tückische Kostenfalle. Nicht mehr betriebsnotwendige oder ungenutzte Flächen laufen bisweilen ungeprüft mit. Sie treiben die Betriebskosten deutlich in die Höhe. Leerstehende Räume verursachen hohe Unterhaltskosten, insbesondere bei älterer Bausubstanz.

Bei vielen Firmenimmobilien laufen die Kosten aus dem Ruder, ohne dass die Besitzer es merken oder wahrhaben wollen. Aus finanzwirtschaftlicher Sicht ist der Nutzen vieler Firmenimmobilien fragwürdig. Unerlässlich ist ein detaillierter Kostenüberblick. Unternehmen sollten alle laufenden Betriebskosten erfassen und für die einzelnen Flächeneinheiten umlegen. Damit sollte eine gründliche Bedarfsanalyse einhergehen, welche Flächen das eigene Unternehmen jetzt und in Zukunft tatsächlich benötigt.

Aufbau einer breiten Dienstleistungsstruktur wichtig

Wichtig ist ein systematisches Kosten- und Vertrags-Controlling. Sinnvoll ist die regelmäßige Prüfung und gegebenenfalls Anpassung von Leistungsverzeichnissen, etwa für Reinigungs- oder Wartungsdienste. So verhindern Unternehmen überdimensionierte Verträge und stellen sicher, dass sie nur für tatsächlich benötigte Leistungen zahlen. Es empfiehlt sich zudem, nicht nur auf einzelne Handwerker zu setzen, sondern eine breite Dienstleisterstruktur aufzubauen. Unternehmen sollten wichtige Verträge regelmäßig prüfen und gegebenenfalls neu ausschreiben. So vereinbaren Unternehmen marktgerechte Preise und können gezielt an der Kostenschraube drehen.

Seite zwei: Konzepte mit Potenzial

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