18. September 2019, 13:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Mit Kindern steigt der Wunsch nach Wohneigentum

Mit einem Kind wächst bei vielen Paaren der Wunsch nach einer eigenen Immobilie. Das zeigt die aktuelle Wohntraumstudie der Interhyp AG unter mehr als 2.600 Befragten. Für mehr als jeden zehnten Kaufinteressenten ist die Geburt eines Kindes Auslöser, sich nach Wohneigentum umzusehen. 

Haus-familie-gluecklich-glucklich-freude-gluck-glueck-umzug-familie-kind-kinder-mann-frau-shutterstock 516642388 in Studie: Mit Kindern steigt der Wunsch nach Wohneigentum

Damit zeigt die Studie ein Jahr nach Start des Baukindergeldes am 18. September 2018, dass die staatliche Förderung auf einen großen Bedarf trifft. „Die Familiengründung ist oft ein Grund, den Wunsch nach Wohneigentum in die Tat umzusetzen. Das zeigen auch die Erfahrungen unserer Baufinanzierungsberater“, sagt Mirjam Mohr, Vorständin der Interhyp AG, Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinanzierungen.

„Familien fragen oft nach Fördergeldern für den Kauf und dabei ist das Baukindergeld in quasi jedem Gespräch ein wichtiges Thema.“

Finanziellee Absicherung, Unabhängigkeit, Gestaltungsfreiheit und Werterhalt

Mit Kindern ändern sich die Bedürfnisse. Dabei geht es nicht nur um die Frage der Größe oder Lage der Wohnung oder des Hauses, sondern auch um das Sicherheitsbedürfnis, das Immobilieneigentum bedient. Wie ein detaillierter Blick auf die Interhyp-Wohntraumstudie zeigt, ist ein Kind nur für fünf Prozent der Mietinteressenten ein Auslöser, sich nach einer neuen Mietwohnung umzusehen.

Mit 13 Prozent entscheidet sich ein deutlich größerer Anteil der Kaufinteressenten, nach Wohneigentum zu suchen, weil ein Baby gekommen oder unterwegs ist. Mirjam Mohr: „Immobilieneigentum trifft auf ein Bedürfnis von Familien nach finanzieller Absicherung, Unabhängigkeit und Gestaltungsfreiheit sowie Werterhalt.“

Das Baukindergeld könne, sofern die Familien die Förderkriterien erfüllen, in dieser Phase der Lebensplanung und Entscheidung ein zusätzlicher Baustein sein, um Eigentum zu finanzieren.

Baukindergeld: Zuschuss von maximal 12.000 Euro pro Kind

Damit das Baukindergeld bei der Finanzierung einer Immobilie bestmöglich genutzt wird, rät Interhyp, den Einsatz vorab mit einem Baufinanzierungsexperten zu besprechen. Wichtig dabei zu wissen: Das Baukindergeld muss bei der staatlichen Förderbank KfW beantragt werden. Der Antrag kann erst nach Einzug in die eigene Wohnung oder das eigene Haus gestellt werden, und zwar bis zu sechs Monate nach Einzug.

Zudem ist eines der Förderkriterien, dass die Kinder, für die es eine Förderung gibt, zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits geboren sein müssen. Für jedes Kind erhalten förderfähige Familien über einen Zeitraum von zehn Jahren jeweils 1.200 Euro Baukindergeld, insgesamt also maximal 12.000 Euro. Eine Familie mit drei Kindern kann damit bis zu 36.000 Euro bekommen.

Baukindergeld als Puffer für Reserven

Interhyp empfiehlt, das Baukindergeld zum Beispiel für Sondertilgungen bei der Baufinanzierung einzusetzen. Dadurch wird die Restschuld kleiner und die Darlehensnehmer sind schneller schuldenfrei.

Weil sie auch Zinskosten sparen und so noch mehr tilgen können, wird die Restschuld durch den geschickten Einsatz des Baukindergeldes nicht um 36.000 Euro, sondern – je nach Konstellation – zum Teil sogar um rund 37.000 bis 38.000 Euro vermindert.

Eine weitere Möglichkeit, das Baukindergeld einzusetzen, ist laut Interhyp das Ansparen per Bausparvertrag oder Sparkonto. Das angesparte Geld kann dann zum Beispiel nach der Zinsbindung von zehn Jahren genutzt werden, um einen Teil des Darlehens zu tilgen.

Frisch gebackene Eigentümer könnten das Baukindergeld auch als Puffer für notwendige Reserven zur Seite legen. Gerade beim Kauf von Bestand, der überwiegend von Familien erworben wird, kann diese Form der Modernisierungsrücklage sinnvoll sein und einen teureren Modernisierungskredit sparen.

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bilanz 2019: Stuttgarter Versicherung mit zweistelligem Plus in der bAV

Die Stuttgarter Versicherung hat ihre Geschäftszahlen für 2019 vorgelegt. Das Unternehmen meldet aus allen Sparten Zuwächse. Insbesondere die betriebliche Altersvorsorge verzeichnete Steigerungen im zweistelligen Prozentbereich. Und auch das Geschäft mit der nachhaltigen sowie fondsgebundenen Altersvorsorge floriert. 

mehr ...

Immobilien

Blick ins Grundbuch: Was alles wichtig ist

Ob für den Immobilienkauf oder -verkauf, am Grundbuchauszug führt kein Weg vorbei. Denn der Grundbuchauszug enthält alle notwendigen Informationen, die für den Kauf- oder Verkaufsprozess bei Immobilien wichtig sind. Was genau ein Grundbuchauszug ist und wo der Antrag zur Grundbucheinsicht gestellt werden kann, erklären die Experten des Full-Service Immobiliendienstleisters McMakler.

mehr ...

Investmentfonds

China: Vom Schwarzen Schwan zum Seeungeheuer?

Wird sich der einfache Schwarze Schwan namens Coronavirus als Seeungeheuer entpuppen, das immer wieder auftaucht und die Volatilität an den Börsen nachhaltig beeinflussen könnte? Ein Gastbeitrg von Olivier de Berranger, Chief Investment Officer, und Enguerrand Artaz, Fondsmanager, La Financière de l‘Échiquier.

mehr ...

Berater

So teuer wie nie: Trotz Klimapaket steigen die Strompreise

Wer ein Unternehmen führt, muss nicht nur den Stromverbrauch, sondern auch die korrespondierenden Kosten im Auge behalten. Obwohl der Preis für Gewerbestrom grundsätzlich unter dem für Privatkunden liegt, betrifft viele Betriebe die Erhöhung der Strompreise – vor allem kleine und mittelständische Unternehmen tragen gemeinsam mit Privathaushalten einen Großteil der Kosten. In diesem Jahr steigert jeder zweite Grundversorger die Aufwendungen für Energie.

mehr ...

Sachwertanlagen

UDI-Emission “te Solar Sprint IV” vor dem Totalverlust?

Die Emittentin der im Oktober 2016 aufgelegten Vermögensanlage “te Solar Sprint IV” warnt vor der Gefahr eines vollständigen Forderungsausfalls eines ausgereichten Nachrangrangdarlehens. Den Anlegern droht dann wohl der Totalverlust ihres Investments.

mehr ...

Recht

„Jetzt kann Mietendeckel-Wahnsinn gestoppt werden“

„Das Land Berlin begeht mit dem Gesetz zum Mietendeckel einen offenen Verfassungsbruch. Dieser Wahnsinn muss schnellstmöglich durch das Bundesverfassungsgericht gestoppt werden. Wir begrüßen sehr, dass der Antrag auf ein Normenkontrollverfahren nun die erforderliche Unterstützung im Bundestag hat. Jetzt kann dieser wohnungspolitischen Geisterfahrt in Karlsruhe ein Ende gesetzt werden“, sagte Andreas Ibel, Präsident des BFW Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, heute in Berlin.

mehr ...