Wo die nachhaltigsten Wohnimmobilieninvestments möglich sind

Immobilieninvestoren müssen zunehmend die Nachhaltigkeit ihrer Investments im Blick haben. Der Investment-Manager Empira Gruppe hat Städte und Regionen unter die Lupe genommen. Welche Top und welche Flop sind.

Die Empira Gruppe, ein führender Investment-Manager für institutionelle Immobilieninvestments im deutschsprachigen Europa, hat in ihrer neuesten Studie die Nachhaltigkeit 60 großer Wohnimmobilienmärkte untersucht. Indikatoren, die analysiert wurden, umfassen sozioökonomische und wohnungswirtschaftliche Parameter wie Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur, Lohn- und Beschäftigtenentwicklung sowie Leerstandsquote und Mietendynamik.

„Gerade institutionelle Investoren müssen zunehmend genau prüfen, wo und wie sie in den Wohnimmobilienmarkt investieren. Die Anlagehorizonte, von denen wir hier reden, sind fast ausschließlich sehr langfristig, daher kommt der Nachhaltigkeit der Investments eine Schlüsselrolle zu. Vor diesem Hintergrund empfehlen wir langfristige Investments in Projektentwicklungen für die eigene Bestandshaltung, also Develop and Hold-Strategien“, ergänzt Lahcen Knapp, CEO der Empira Gruppe.

Baden-Württemberg stark, Nordrhein-Westfalen fällt teilweise ab

Auf Einzelebene ist Baden-Württemberg besonders stark vertreten und vereint die fünf nachhaltigsten Wohninvestmentmärkte auf sich (Spitzenreiter Ulm, außerdem: Karlsruhe, Heidelberg, Stuttgart, Freiburg), während vier der fünf am niedrigsten bewerteten Standorte in Nordrhein-Westfalen liegen (Kaiserslautern, Mönchengladbach, Oberhausen, Gelsenkirchen, Krefeld).

Auch innerhalb der Top 7-Standorte zeigt sich diese Divergenz zwischen Süddeutschland und Nordrhein-Westfalen. Stuttgart, Frankfurt und München liegen unter den ersten zehn im Ranking und werden als relativ nachhaltiger bewertet als die übrigen Top 7 Hamburg, Berlin, Düsseldorf und Köln, die sich im ersten respektive zweiten Drittel der Rangliste verteilen.

Top 7 trotz hoher Kaufpreise weiterhin am nachhaltigsten

Damit zählen die größten Märkte zu den nachhaltigsten in Deutschland. Insgesamt befinden sich fünf der Top 7 im oberen Drittel, sechs in der oberen Hälfte des Rankings. Zudem erreichen fünf kleinere Städte einen Platz in der Spitzengruppe der zehn nachhaltigsten Wohnungsmärkte, während sich unter den zehn am niedrigsten bewerteten Märkten fast nur mittelgroße Standorte finden.

„Die Top 7-Märkte untermauern ihre Stellung als nachhaltige Investitionsziele im Wohnsegment, während die Performance der mittelgroßen und kleineren Standorte naturgemäß deutlich heterogener ausfällt. Dadurch kann sich eine zweigleisige Anlagestrategie empfehlen mit einem Basisportfolio in den Großstädten, ergänzt um ausgewählte Sekundär- oder Tertiärmärkte“, so Metzner.

Im Gegensatz zu anderen Studien fließen in die Bewertung der Märkte diverse Abhängigkeiten ein, etwa vom produzierenden Gewerbe des jeweiligen Standorts. In der Cluster-Betrachtung schneiden insgesamt die Top 7 mit Abstand am besten ab, gefolgt von der Gruppe der kleineren Standorte noch vor den mittelgroßen Märkten.

„Motivation für unsere Studie sind die stark gesunkenen Renditen und die zunehmende Divergenz zwischen Kaufpreisen und Mietrenditen in deutschen Städten – zumal die Zeichen sich mehren, dass sich der historisch lange Boomzyklus seinem Ende nähert“, kommentiert Prof. Dr. Steffen Metzner, Head of Research der Empira Gruppe und Autor der Studie.

Foto: Shutterstock

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