24. Januar 2020, 16:47
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Neues Maklerrecht macht Immobilienkauf günstiger

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen künftig beim Kauf einer Wohnung oder eines Hauses die Provision für Immobilienmakler in ganz Deutschland zwischen Verkäufern und Käufern in der Regel hälftig geteilt werden. Engel & Völkers begrüßt den Gesetzentwurf, der am 27. Januar 2020 Gegenstand einer Sachverständigenanhörung des Rechtsausschusses im Deutschen Bundestag ist.

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Kai Enders, Engel & Völkers

„Der große Vorteil der neuen Regelung liegt in der zu erwartenden spürbaren Entlastung der Immobilienkäufer bei den Erwerbsnebenkosten. Davon werden insbesondere Menschen in den Metropolregionen Berlin, Bremen, Hamburg und Frankfurt am Main profitieren, wo bisher der Käufer die gesamte Provision alleine tragen musste“, so Kai Enders, Vorstandsmitglied der Engel & Völkers AG.

Kai Enders, der als Sachverständiger zur Anhörung im Rechtsausschuss geladen ist, weist darauf hin, dass die eigentliche Hürde beim Immobilienkauf nicht die laufende Finanzierung, sondern das fehlende Eigenkapital sei. Die Erwerbsnebenkosten könnten in der Regel jedoch nicht fremdfinanziert werden. „Wer Käufer bei den Erwerbsnebenkosten entlastet, leistet einen wirkungsvollen Beitrag zur Steigerung der Wohneigentumsquote und damit den ersten Schritt für eine sichere Altersversorgung durch mietfreies Wohnen.“

Konsequent im Sinne der Wohnungspolitik der Bundesregierung wäre es, so Kai Enders, in einem weiteren Schritt auch die anderen Positionen der Erwerbsnebenkosten auf den Prüfstand zu stellen, denn die Maklerkosten seien nur ein Teil dieses Kostenblocks.

Mindestens ebenso wichtig wie die Reduzierung der Kaufnebenkosten seien für Kai Enders Maßnahmen auf der Angebotsseite. Vor dem Hintergrund, dass in Deutschland aktuell mehrere hunderttausend Wohnimmobilien fehlten, bedarf es deutlicher Impulse zur Entspannung des Marktes, so Kai Enders. „Gemeinsam sollten Bund, Länder und Kommunen eine deutliche Beschleunigung bei Bauplanungs- und Genehmigungsverfahren erreichen, der Bauwirtschaft die benötigten Ressourcen zur Verfügung stellen und vorhandene städtische Standortpotenziale für mehr Wohnraum und Neubau erschließen“, sagt Kai Enders.

Foto: Engel & Völkers

2 Kommentare

  1. Hier wird man nie eine Entlastung der Käufer hinbekommen, da der Markt die Preise bestimmt. Und wie die zu „gestalten“ sind weiß jeder Makler genau.
    An die Grunderwerbsteuer muss man ran. Der Eigentümer zahlt später sowieso auch noch laufend Grundsteuer weiter;-)

    Kommentar von Finanzierungsspezialist — 26. Januar 2020 @ 15:06

  2. Die neue Regelung macht den Immobilienkauf nicht günstiger. Im Gegenteil, es wir teuer für die Käufer, denn der Verkäuferanteil der Courtage wird – wie es jetzt schon passiert – vorher auf den Kaufpreis draufgeschlagen. Das sagen so ganz offen im Übrigen auch die Makler der Franchisekette , die Herr Enders repräsentiert.
    Die Neuregelung ist wieder einmal genau wie die sog. “Mietpreisbremse”, der sog. “Mietendeckel”, das sog. “Bestellerprinzip” reine Symbolpolitik, die nicht einen einzigen lausigen Quadratzentimeter mehr an dem dringend benötigten Wohnraum schafft.
    Wäre der Politik wirklich ehrlich an einer Entlastung von Mietern und Käufern gelegen , dann hätte sie schon längst effektiv handeln können indem sie bürokratische Bauhemmnisse minimiert und zum Beispiel auf die 6,5% Grunderwerbsteuer bei Kauf von selbstgenutztem Eigentum verzichtet.

    Kommentar von Ralf Cabel — 25. Januar 2020 @ 11:21

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