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7. Juni 2006, 00:00
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Geldanlage: Das Ausland lockt

Fast jeder vierte Deutsche würde bei einem Vermögen von einer Million Euro das Geld im Ausland anlegen. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK Nürnberg im Auftrag der Raiffeisenbank Kleinwalsertal AG. Eine besonders große Rolle spielt ein starkes Bankgeheimnis: 86,9 Prozent der Befragten legen darauf Wert. Bei der Auswahl des Finanzdienstleisters liegt die Rendite mit 22,3 Prozent vorn. Die Bereitschaft, Kapital im Ausland anzulegen, ist gegenüber 2004 um knapp die Hälfte gestiegen ? von 17,4 auf 24,6 Prozent.

Bestätigt wird diese Entwicklung durch den deutlichen Zuwachs der Befragten, die bereits Kapital im Ausland angelegt haben. Der Wert hat sich mehr als verdoppelt, wenngleich auf niedrigem Niveau (von 1,2 auf 2,7 Prozent).Besondere Bedeutung hat dabei das Bankgeheimnis. ?Bemerkenswert ist die Einigkeit über alle sozialen Unterschiede hinweg wie Alter, Einkommen oder Beruf?, stellt Roland Jauch, Leiter Private Banking, fest.

Wichtigstes Kriterium bei der Auswahl der Bank ist für 22,3 Prozent der Befragten eine überdurchschnittliche Rendite, während 18 Prozent ein ausgeprägtes Risikomanagement bevorzugen. Die individuelle Auswahl der Anlageprodukte auf Basis einer gründlichen Analyse der Vermögenssituation ist für 17,2 Prozent entscheidend.

Besonders Selbstständige und Freiberufler streben überdurchschnittliche Renditen an (30,6 Prozent; alle: 22,3 Prozent). Sie legen außerdem auf eine individuelle Auswahl der Anlageprodukte besonderen Wert (30,7 Prozent; alle: 17,2 Prozent). Besserverdienenden mit einem monatlichen Haushalts-Nettoeinkommen von über 3.000 Euro geht es vor allem um Vermögenssicherung. Ihnen ist Risikomanagement besonders wichtig (25,7 Prozent; alle: 18 Prozent).

Die Untersuchung wurde von der GfK Nürnberg im Auftrag der Raiffeisenbank Kleinwalsertal durchgeführt. Interviewt wurden 979 Männer und Frauen ab 14 Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet.

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