Anzeige
18. Januar 2007, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

BVI: Finanzstandort muss deutlicher gestärkt werden

Der vorliegende Entwurf der Novellierung des Investmentgesetzes erreichtnach Auffassung des BVI Bundesverband Investmentund Asset Management noch nicht das Ziel,den Investmentstandort Deutschland im europäischenWettbewerb zu stärken. Dies gelte trotz zahlreicherpositiver Maßnahmen wie der Beschleunigung des Genehmigungsverfahrens und der Liberalisierung derAnlagevorschriften für Spezialfonds. ?Besonders begrüßenwir, dass die Meldepflichten nach Paragraph10 Investmentgesetz beseitigt werden?, sagt Stefan Seip, Hauptgeschäftsführer des BVI.

Dennoch erreiche der Entwurf noch keine Wettbewerbsgleichheit fürdeutsche Investmentfonds gegenüber ihren Pendantsmit Auflegungsstandort im Ausland. Auch stärkeer die Zukunftsfähigkeit der offenen Immobilienfondsnicht in hinreichendem Maße.Der Referentenentwurf enthalte demgegenüber viele neue Regelungen,die die Wettbewerbsfähigkeit der Fonds auch im internationalen Vergleich beeinträchtigten. So würden innerhalb der neu eingeführten beiden Fondskategoriendie ?sicherheitsorientierten? Fonds mit deutlichreduzierten Anlagegrenzen konfrontiert, währenddie Deregulierung für die ?renditeorientierten? Fondshinter den Vorschlägen des Verbandes zurückblieben.Auch die vorgeschlagene Ersetzung des Sachverständigenausschussesdurch zwei separate Gutachtersei nicht sinnvoll. ?Die Bewertung durch unabhängigeSachverständigenausschüsse hat sich über Jahrzehnteund gerade auch in der jüngsten Vergangenheitbewährt?, argumentiert Seip.

In Widerspruch zu der begrüßenswerten Absicht, deutscheInvestmentfonds zu fördern, werde mit einigenRegelungsvorschlägen über den EU-Standard deutlichhinausgegangen. Einen deutschen Sonderweg stellebeispielsweise der geplante ?Transaktionskostenabschlag?dar, den jeder Anleger zahlen solle, der Anteileim Wert von 100.000 Euro oder mehr an bestimmtenPublikumsfonds zurückgebe. Dies benachteiligedeutsche Fonds im Wettbewerb, denn in anderen EULänderngebe es keine derartigen Regeln des Gesetzgebers.

Auch die EU-Investmentfondsrichtlinieenthalte keine derartige Vorgabe.Die im Entwurf vorgesehene Veröffentlichungeiner Transaktionskostenquote sei ebenfalls nicht sachgerechtund benachteilige deutsche Investmentfonds im Wettbewerb,denn diese Kennzahl gebe es bei ausländischenFonds nicht. Für den Anleger führe dies nicht zueiner verbesserten Marktübersicht, sondern wegen deruneinheitlichen Handhabung zu Irritationen und zueiner optischen Verteuerung hierzulande aufgelegterInvestmentfonds. Eine Regelung über Transaktionskostenwäre daher ? wenn überhaupt ? allenfalls imeuropäischen Kontext denkbar.

Die bisher entsprechendden BVI-Wohlverhaltensregeln veröffentlichteTER (Total Expense Ratio) lege dem Anleger bereitsdie laufenden, regelmäßigen Kosten eines Sondervermögensin einem Geschäftsjahr offen und entsprechedem internationalen Standard. ?Investmentfondssind damit ? nicht nur im Hinblick auf die Kosten ? dasbei weitem transparenteste Anlageprodukt auf demMarkt?, betont der BVI-Hauptgeschäftsführer.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Franke und Bornberg: Die besten Kfz-Tarife 2018

Die Ratingagentur Franke und Bornberg hat für das diesjährige Kfz-Rating 2018 insgesamt 253 Tarife und Tarifkombinationen von 73 Versicherern nach 61 Kriterien verglichen. Das Ergebnis: Die Tarife werden immer besser, Innovationen sucht man jedoch vergeblich.

mehr ...

Immobilien

USA: NAHB-Hausmarktindex fällt auf tiefsten Stand seit August 2016

Die Lage am US-Häusermarkt hat sich im November merklich eingetrübt. Der NAHB-Hausmarktindex sei um acht Punkte auf 60 Punkte gefallen, teilte die National Association of Home Builders (NAHB) in Washington mit.

mehr ...

Investmentfonds

PRIIPs: Zoff der BaFin mit Europa

Die BaFin lehnt den Vorschlag der europäischen Aufsichtsbehörden für eine Modifikation der Vorschriften für verpackte Anlage- und Versicherungsprodukte (PRIIPs) brüsk ab. Stattdessen fordert die deutsche Behörde eine umfassende Revision der PRIIPs-Verordnung – “und zwar zügig”.

mehr ...
19.11.2018

Erster Hanf-Fonds

Berater

Wirecard erwartet auch 2019 kräftigen Gewinnanstieg

Der Zahlungsabwickler Wirecard ist wegen des Booms im Onlinehandel auch für das kommende Jahr optimistisch. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde 2019 in einer Bandbreite von 740 bis 800 Millionen Euro erwartet.

mehr ...

Sachwertanlagen

Nur Augenhöhe wird erneut nicht reichen

Der Verband ZIA hat die Vorgaben des früheren BSI für Performanceberichte der Fondsanbieter als Verbandsstandard aufgehoben. Er wiederholt damit womöglich einen Fehler, den die Branche schon bei den Prospekten gemacht hat. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Wirbel um Krankenkassen-Klagen geht weiter – gegenseitige Kritik

Angesichts der Klagewelle um Behandlungskosten haben sowohl Vertreter der Kliniken als auch die Seite der Krankenkassen ihr Vorgehen verteidigt. Der Klageweg sei in einem Rechtsstaat nicht verwerflich, teilte am Freitag die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland in Eisenberg mit.

mehr ...