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9. Juni 2008, 00:00
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Ausblick: Hohe Rohstoffpreise halten an

Die massiven Preisanstiege bei Agrarrohstoffen haben einigen Anlegern in den vergangenen Monaten kräftige Gewinne beschert. Die Analysten des Sustainability Research der Bank Sarasin & Cie, Basel, haben sich mit der Frage befasst, ob es sich bei der Rohstoffpreisentwicklung um ein langfristiges Phänomen handelt oder ob in erster Linie kurzfristige spekulative Bewegungen ausschlaggebend dafür sind.

Die Experten kommen in ihrer Betrachtung zu dem Schluss, dass die Preissprünge der letzten Monate einem langfristigen Trend entsprechen, der vor allem in der Verknappung der Agrarrohstoffe begründet ist. Als Treiber dieser Entwicklung bewerten die Researcher das weltweite Bevölkerungswachstum und den steigenden Wohlstand in einigen Schwellenländern. Weitere Faktoren seien der aktuelle Anstieg der Produktionskosten, die wachsende Nachfrage nach Biokraftstoffen sowie vermehrt auftretende Ernteausfälle. Spekulative Kapitalströme seien lediglich für kurzfristige Preisausschläge verantwortlich und hätten in der Gesamtbetrachtung nur geringen Einfluss.

Von Investments in Weizen und Mais rät die Bank Sarasin ausdrücklich ab, da diese Rohstoffe für die Ernährungssicherheit in vielen Ländern von großer Bedeutung seien. Preisanstiege dieser Güter seien mit unmittelbaren Konsequenzen für die Ernährung ärmerer Bevölkerungsgruppen verbunden.

Insgesamt beurteilen die Sarasin-Analysten Anlagen in Agrarrohstoffe langfristig als attraktiv. (hb)

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