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7. Juli 2008, 00:00
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Ucits-Fonds: Asien fängt Abflüsse auf

Fonds, die dem europäischen Ucits-Standard entsprechen, erfreuen sich im Ausland zunehmender Beliebtheit. Das gilt besonders für Asien, auf das im vergangenen Jahr 90 Prozent der Nettomittelzuflüsse entfielen. Diese Ergebnisse liefert eine Umfrage des europäischen Dachverbands der Fondsindustrie, European Fund and Asset Management Association (Efama), Brüssel, unter 28 Investmentgesellschaften, die zusammen ein Volumen von 770 Milliarden Euro managen.

Nettomittelzuflüsse 2007 zu 90 Prozent aus Asien

In 2008 beliefen sich die Investitionen aus Asien und Lateinamerika bis Ende Mai auf sechs Milliarden Euro, während für Europa Abflüsse von über acht Milliarden Euro verzeichnet wurden. Der Anteil Asiens am Gesamtvolumen der von den befragten Gesellschaften verwalteten Ucits-Fonds hat damit mittlerweile 14,3 Prozent erreicht, Ende 2007 waren es noch 13,7 Prozent gewesen.

603 Millionen Euro zogen europäische Investoren bereits im Jahr 2007 aus Ucits-konformen Fonds ab. Dem stehen 22,2 Milliarden Euro gegenüber, die diesen Produkten im gleichen Zeitraum aus Asien zuflossen. Anleger aus Lateinamerika steuerten 3,1 Milliarden Euro bei. Trotz der jüngsten Abflüsse machen den größten Anteil der Investments mit 636,1 Milliarden Euro aber nach wie vor Anleger aus Europa aus.

Auch Mittlerer Osten und Lateinamerika kommen

82 Prozent der Umfrage-Teilnehmer glauben, dass die Bedeutung Asiens in den kommenden Jahren weiter wachsen wird. Mit zunehmenden Investitionen aus Lateinamerika rechnen 68 Prozent, 79 Prozent der Befragten setzen in Zukunft verstärkt auf den mittleren Osten.

Hintergrund: Die Abkürzung Ucits steht für “Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities”. Die Richtlinien legen spezielle Zulassungsanforderungen für internationale Wertpapierfonds fest.

Ziel der Initiative ist es, einen einheitlichen Mindeststandard zu erreichen, um das grenzüberschreitende Angebot von Investmentfonds zu harmonisieren. In Deutschland sind die Regeln auch unter der Abkürzung OGAW – Organismus für gemeinsame Anlage in Wertpapieren bekannt. Die Efama bemüht sich, die Ucits-Richtlinien weltweit bekanntzumachen und hofft darauf, dass auch Länder im außereuropäischen Raum sie in ihre Gesetze übernehmen.

Seit 2001 gilt die Marke Ucits III, derzeit wird aber an der Richtlinie Ucits IV gearbeitet. Mit dieser Weiterentwicklung solle dem Wettbewerbsdruck in den globalisierten Märkten besser entsprochen werden, so die Efama. (hb)

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