Bullen weltweit auf dem Vormarsch

Das Anlegervertrauen nimmt rund um den Globus zu. Das gab State Street Global Markets, Research-Abteilung des Insti-Finanzdienstleisters State Street, bekannt. Der State Street Investor Confidence Index legte im August 2009 auf 122,9 Punkte zu, verglichen mit dem Juli-Wert von 119,4 handelt es sich um einen Sprung um 3,5 Punkte.

Seine Tiefststände hatte der Index, der die Investmenteinstellung professioneller Anleger und Institutionen misst, zuletzt im Herbst vergangenen Jahres mit gut 80 Punkten erreicht. Zur Erklärung: Ein Indexstand von 100 ist mit einer neutralen Haltung gleichzusetzen und bedeutet, dass Anleger ihre Risikopositionen weder abbauen noch aufstocken.

„In diesem Monat ist das weltweite Anlegervertrauen zum achten Mal in Folge gestiegen, und die Risikobereitschaft institutioneller Anleger liegt nun eindeutig in einem Bereich, der auf einenAufbau von Risikopositionen schließen lässt“, sagt Indexentwickler Ken Froot. „Der Index steigt jedoch nicht mehr so stark an wie noch vor einigen Monaten, was den Schluss nahe legt, dass die institutionellen Anlegerbei der Auswahl ihrer Anlagen nun etwas selektiver vorgehen.“

Europäer sind derzeit die größten Optimisten

Wesentlich differenzierter fallen allerdings die regionalen Ergebnisse aus. Das Vertrauen nordamerikanischer institutioneller Anleger hat sich etwas abgeschwächt und von 120,6 im Vormonat auf 118,4 Zähler nachgelassen. Auch das Vertrauen asiatischer Anleger sackte um 2,4 Punkte von 94,1 auf 91,8 ab. Bullish dagegen die Europäer: Ihre institutionellen Anleger zeigen Risikobereitschaft. Ihr Vertrauen stieg damit von 104,9 Zählern um 4,3 auf 109,2 Zähler an.

„Im August sind verstärkt regionale Abweichungen bei den Indizes zu beobachten“, erklärt State Street Associates-Director Paul O’Connell. „Europäische institutionelle Anleger eiferten weiterhin den nordamerikanischen nach und reduzierten die Liquidität in ihren Portfolios. Institutionelle Anleger in Nordamerika und Asien standen weiteren Umschichtungen aufgrund der Entwicklungen der letzten sechs Monate indes zwiespältig gegenüber.“ (mr)

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