C-Quadrat vor Übernahme durch F&C?

Der Wiener Fondsanbieter C-Quadrat steht Medienberichten zufolge vor der Übernahme durch den britischen Asset Manager Foreign & Colonial (F&C). Beide Unternehmen haben inzwischen bestätigt, Verhandlungen zu führen.

übernahmeWie das österreichische Wirtschaftsmagazin „Format“ berichtet, soll der Deal noch vor Weihnachten über die Bühne gehen. Über die Transaktion werde schon seit einem halben Jahr verhandelt, inzwischen gehe es nur noch um den Kaufpreis und man stehe kurz vor der Einigung, heißt es in dem Artikel.

F&C hat mittlerweile bestätigt, dass Überlegungen bestehen, ein öffentliches Übernahmeangebot an die C-Quadrat-Aktionäre zu stellen und dass Sondierungsgespräche mit dem C-Quadrat-Vorstand geführt werden. Die Gespräche befinden sich laut F&C im Anfangsstadium. Es bestehe derzeit keine Gewissheit, dass eine Transaktion stattfinden wird.

Das Format hatte zuvor gemeldet, das Londoner Investmenthaus F&C wolle neben den Anteilen der beiden Eigentümer Alexander Schütz und Thomas Rieß (halten laut Firmenbuch 23,6 beziehungsweise 23,3 Prozent am Unternehmen) auch jene der Kärntner Finanzfirma AvW (32,6 Prozent) übernehmen.  AvW musste die Anteile an die Grazer Capital Bank abgeben, nachdem die Finanzfirma in Schwierigkeiten geraten war.

„Gespräche befinden sich im Anfangsstadium“

Gefeilscht werde, so der Bericht weiter, noch am Kaufpreis, da die Briten nicht über dem aktuellen Marktpreis zahlen wollen. Die Anteile von Rieß, Schütz und AvW – knapp 80 Prozent – sollen den Briten nur rund 35 Millionen Euro wert sein. Der aktuelle Börsenwert von C-Quadrat liegt bei 43,5 Millionen Euro.

Während sich Rieß und die Capital Bank nach den zähen Verhandlungen damit abgefunden hätten und mit dem Kaufpreis einverstanden seien, versuche Schütz für sein Paket einen besseren Preis herauszuschlagen. Er wolle mindestens 20 Prozent mehr als die anderen. Kommt es zu keiner Einigung mit Schütz, könne der Deal noch im letzten Augenblick platzen, heißt es weiter. C-Quadrat-Aufsichtsratspräsident Karl-Heinz Grasser solle seinen Job im Falle der Übernahme definitiv verlieren.

In einer Stellungnahme zu den Gerüchten äußerten sich die C-Quadrat-Manager Schütz und Rieß wie folgt: „Mit großem Erstaunen haben wir heute die Medienberichte über das von uns gegründete Unternehmen gelesen. Es ist uns ein großes Anliegen, allen unseren Kunden und Geschäftspartnern ausdrücklich zu versichern, dass wir nicht im Entferntesten daran denken, aus dem Management des Unternehmens auszuscheiden.“  (hb)

Foto: Shutterstock

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