Credit Suisse veräußert Asset Management an Aberdeen

Die Schweizer Großbank Credit Suisse verkauft Teile ihrer Vermögensverwaltungssparte „Global Investors“ an die Aberdeen Asset Management. Im Gegenzug übernimmt das Geldhaus Aktienkapital im Wert von 381 Millionen Schweizer Franken und hält nun knapp ein Viertel (24,9 Prozent) der Anteile der schottischen Investmentgesellschaft. Im Rahmen der Transaktion werde das Gros des Asset Managements in Europa-, den USA, Asien und Australien veräußert, teilt die Credit Suisse mit.

Insgesamt wechselt damit ein Vermögen in Höhe von 75 Milliarden Schweizer Franken den Verwalter. In seinem Heimatland will das Geldhaus seine traditionelle Vermögensverwaltung wie bisher weiterführen, lediglich das Management einiger in der Schweiz aufgelegter Investmentfonds falle künftig in den Zuständigkeitsbereich von Aberdeen. Das Global-Investors-Geschäft in Brasilien sowie die weltweiten Joint Ventures sind nicht von dem Deal betroffen, so die Mitteilung weiter. Vorbehaltlich der notwendigen Zustimmung von Aufsichtsbehörden und Aktionären soll die Übernahme im zweiten Quartal 2009 abgeschlossen werden.

Rob Shafir, CEO der Division Asset Management der Credit Suisse, zu den Beweggründen für die Transaktion: „Wir wollen uns auf Geschäftsbereiche konzentrieren, in denen wir über kritische Größe und klare Wettbewerbsvorteile verfügen.“ Credit Suisse rechnet in Bezug auf die verkauften Geschäftsbereiche mit einer Goodwill-Abschreibung von rund 600 Millionen Franken. Diese habe allerdings keinen Einfluss auf das Kernkapital. (hb)

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