16. Dezember 2009, 13:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Indexfonds: Langsamer Fortschritt bei Endkunden

Für Privatanleger spielen börsengehandelte Indexfonds nach wie vor noch eine untergeordnete Rolle. Weiteres Wachstum im ETF-Segment scheint aber programmiert. Dies besagt eine von der Bad Homburger Rating-Agentur Feri Euro Rating Services durchgeführte Umfrage unter knapp 600 Endkunden.

Schnecke-204 240-127x150 in Indexfonds: Langsamer Fortschritt bei EndkundenMit 52 Prozent hat mehr als die Hälfte der Teilnehmer, von denen viele auch beruflich mit Investmentfonds zu tun haben und erfahrene Anleger sind, momentan keinen einzigen Indexfonds in ihrem Depot. Ein Drittel der Befragten gibt den ETF-Anteil mit rund 20 Prozent an. Gerade einmal acht Prozent haben mehr als ein Drittel ihres Portfoliovolumens in Indexfonds investiert.

Dabei bezeichnen 44 Prozent aller Umfrageteilnehmer ihre Erfahrungen mit dieser Fondsgattung als gut bis sehr gut, nur vier Prozent sind dagegen enttäuscht. Vier von fünf Anlegern erwarten, dass Indexfonds in den kommenden drei bis fünf Jahren moderate bis erhebliche Nettomittelzuflüsse verzeichnen werden. Gut 45 Prozent der Befragten wollen den Anteil von Indexfonds an ihren Depots in den nächsten Jahren erhöhen, lediglich drei Prozent wollen ihn senken. Eine Mehrheit der Befragten erklärt die zunehmende Nachfrage nach ETFs mit einem enttäuschenden Abschneiden aktiv verwalteter Fonds oder Zertifikate während der Finanzkrise.

Bei der Entscheidung zugunsten von ETFs spielen aber die Kosten die größte Rolle. Sie werden von 68 Prozent der Umfrageteilnehmer angegeben. „Besonders bei Exchange Traded Funds aus der Anlageklasse Renten sind die Anleger sehr kostensensitiv“, sagt Christian Michel, Teamleiter Fonds & Zertifikate bei Feri Euro Rating Services. „Bei Euro-Rentenfonds wollen fast 74 Prozent der Befragten maximal 0,25 Prozent für die jährliche Managementvergütung bezahlen“, so Michel. (mr)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Sozialverband VdK fordert “großen Wurf” für Pflegekräfte

In der Debatte um die Arbeitsbedingungen von Pflegekräften fordert der Sozialverband VdK einen “großen Wurf”. Es seien bessere Rahmenbedingungen nötig, um Arbeit in der Pflege attraktiver zu machen.

mehr ...

Immobilien

Erbbauzinsen werden trotz Corona überwiegend zuverlässig gezahlt

Rund ein Fünftel der Erbbaurechtsgeber hat aufgrund der Corona-Pandemie Zahlungsausfälle bei den gewerblichen Erbbaurechten zu verzeichnen. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Erbbaurechtsverbands hervor. Im Wohnbereich hingegen werden die Erbbauzinsen bisher zuverlässig gezahlt.

mehr ...

Investmentfonds

Hält die Fed eine weitere Überraschung bereit?

Die US-Notenbank (Fed) hat während der aktuellen Covid-19-Krise beispiellose Maßnahmen ergriffen, aber viele Marktteilnehmer fragen sich derzeit, ob sie noch einen Schritt weiter gehen und sich auf ein Zinskurvenmanagement – neben kurzfristigen sollen auch die längerfristigen Zinsen gesteuert werden – einlassen könnte. Ein Kommentar von Lidia Treiber, Director, Research, WisdomTree

mehr ...

Berater

Frauen in Führung kommunaler Firmen unterrepräsentiert

Frauen kommen in den Topetagen kommunaler Unternehmen einer Studie zufolge vor allem in den Bereichen voran, die in der Corona-Pandemie von Bedeutung sind.

mehr ...

Sachwertanlagen

Wealthcap bringt weiteren Immobilien-Dachfonds

Der Asset Manager Wealthcap erweitert sein Angebot mit dem neuen „Wealthcap Fondsportfolio Immobilien International I“. Es handelt sich um einen Publikums-AIF, mit mindestens 50.000 Euro ist die Einstiegshürde aber recht hoch und der Fonds richtet sich speziell an vermögende Privatanleger.

mehr ...

Recht

Erbrecht: Wann ist eine Testamentsunterschrift gültig?

Für die Unterzeichnung eines notariell errichteten Testaments genügt es, wenn der Erblasser versucht, seinen Familiennamen zu schreiben und die Unterschrift krankheitsbedingt nur aus einem Buchstaben und einer anschließenden geschlängelten Linie besteht, entschied das OLG Köln in seinem Beschluss vom 18. Mai 2020.

mehr ...