9. September 2010, 18:24
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Eurosif: Nachhaltigkeit liegt bei Reichen im Trend

Die vermögende Privatkundschaft in Europa hat den Anteil nachhaltiger Investments in ihren Portfolios seit Beginn der Finanzkrise deutlich erhöht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Eurosif-Studie.

Nachhaltigkeit- Kofonds-green-investments-127x150 in Eurosif: Nachhaltigkeit liegt bei Reichen im TrendDie Analyse mit dem Titel „High Net Worth Individuals and Sustainable Investment” basiert auf einer Umfrage unter Vermögensverwaltern und Family Offices. Das European Sustainable and Responsible Investment Forum (Eurosif) kommt zu dem Ergebnis, dass Privatkunden mit einem Vermögen von mehr als einer Million US-Dollar per Ende 2009 einen Anteil von elf Prozent beziehungsweise 729 Milliarden Euro verwalteten Mitteln am nachhaltigen Anlagemarkt hatten.

Im Vergleich zur ersten Erhebung vor zwei Jahren entspricht dies einem Plus von 35 Prozent. Auf Grundlage der Studienergebnisse prognostiziert Eurosif für das Jahr 2013, dass sich der Anteil nachhaltiger Investments in den Portfolios der Reichen auf 15 Prozent erhöhen und deren Volumen knapp 1,2 Billionen Euro betragen wird.

Nachhaltige Investments werden laut Studie von den meisten Millionären nicht in erster Linie als Investmentstil, sondern als eigene Disziplin innerhalb der Finanzwelt wahrgenommen. Zu den wichtigsten Motiven, nachhaltig zu investieren, zählen bei diesem Klientel demnach Verantwortlichkeit, finanzielle Chancen und die Suche nach einer nachhaltigen Gewinnaussicht. Nachhaltige Investments werden dabei nicht länger als Alternative zu philanthropischen Bestrebungen gesehen, so die Studie. Nur zehn Prozent der Befragten nannten diesen Faktor als Grund, nachhaltig zu investieren.

Eurosif-Geschäftsführer Matt Christensen resümiert: „Die Untersuchungsergebnisse der Studie zeigen, dass ein weiteres Wachstum bei nachhaltigen Investments künftig vermutlich besser von Vermögensberatern unterstützt wird. Die Branche hat erkannt, dass sie ihren Kunden nachhaltige Investments anbieten muss, um ihren Kundenstamm zu behalten.“ (hb)

Foto: Shutterstock

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