14. Juni 2010, 15:20
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Krisenländer-Engagement: Deutsche Banken wanken

Deutschlands Banken haben in Europas Krisenländern offene Forderungen von Hunderten Milliarden Dollar. Nur französische Institute sind in Griechenland, Irland, Portugal und Spanien noch tiefer verschuldet, so die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ).

Wackeln-wanken in Krisenländer-Engagement: Deutsche Banken wanken
Mit 465 Milliarden Dollar sind allein die deutschen Häuser in den betroffenen Staaten engagiert. Gemeinsam mit den französischen schaffen es die Banken auf Forderungsbestände in Höhe von 958 Milliarden Dollar. Den BIZ-Angaben zufolge haben die Bedenken zuletzt zugenommen, “dass das Finanzsystem anfälliger ist als zuvor vermutet”.

“Griechenland alleine ist nicht das Problem”, erklärte Hans-Peter Burghof, Lehrstuhlinhaber für Bankwirtschaft und Finanzdienstleistung an der Universität Hohenheim im Gespräch mit der Agentur Pressetext. Ausfälle bei einer Zahlungsunfähigkeit könnten die Banken wegstecken, meint der Experte. “Eine Pleite des gesamten europäischen Südteils wäre jedoch nicht verkraftbar”, so Burghof.

Die Besorgnis über die öffentliche Haushaltslage in der Eurozone hat in den vergangenen Wochen zu heftigen Turbulenzen und hoher Volatilität an den Finanzmärkten geführt. “In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften stand für Anleger und Marktbeobachter die Gefahr im Vordergrund, dass die rasant wachsende Staatsverschuldung die Erholung der Wirtschaft behindern könnte”, urteilt die BIZ. Selbst durch die Ankündigung des europäischen Rettungspakets konnten die Bedenken nicht zerstreut werden. Vielmehr dauerte die Flucht aus riskanten Anlagen an, was die Risiko- und Liquiditätsprämien weiter steigen ließ.

Seite 2: Letzte Hoffnung Schwellenländer

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Pensionskassen: Mit Volldampf in den Untergang?

Der Niedrigzins beschäftigt Pensionskassen seit 10 Jahren. Diese Entwicklung nimmt durch die Corona-Krise weiter an Fahrt auf. Arbeitgeber sollten jetzt Risiken evaluieren und Handlungsoptionen prüfen, meint das Beratungshaus auxilion.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Wasserstoff-Durchbruch in Sicht?

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeichneten sich im Bereich der Wasserstoff-Technologie zuletzt zahlreiche Fortschritte ab. Wird Wasserstoff jetzt auch für PKWs nutzbar?

mehr ...

Berater

Die unbequeme Wahrheit über Erfolg in der Selbstständigkeit

Wenn Sie als selbstständiger Finanzdienstleister sich wirklich von der Konkurrenz abheben und zu den besten gehören möchten, dann geht das nur außerhalb der Komfortzone. Gastbeitrag von Trainer und Berater Dieter Kiwus

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Hälfte der Steuerzahler will Soli-Ersparnis zurücklegen

Mehr als die Hälfte der Steuerzahler, die im kommenden Jahr durch den Wegfall des Solidaritätszuschlags mit einer Entlastung rechnen, will das zusätzliche Nettoeinkommen zurücklegen. Das ergab die jüngste Umfrage im Deutschland-Trend des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), die von INSA Consulere im Auftrag des DIA durchgeführt worden ist.

mehr ...