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17. September 2010, 12:14
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Mercer: Profis setzen zu wenig auf Emerging Markets

Institutionelle-Anleger fokussieren sich bei ihren Aktien-Investments nach wie vor zu sehr auf die entwickelten Märkte und bringen sich damit um Ertragschancen in den Schwellenländer. Das zeigen Untersuchungen des internationalen Unternehmens- und Investmentberaters Mercer.

Welt-204 240-shutterstock 1336451-127x150 in Mercer: Profis setzen zu wenig auf Emerging MarketsMercer ruft institutionelle Investoren deshalb auf, ihre Aktienportfolios einer grundlegenden Überprüfung zu unterziehen. So solle sichergestellt werden, dass diese auf das wirtschaftliche Umfeld nach der Krise ausgerichtet sind.

Das weiterhin starke Wachstum in den Entwicklungsländern, die von einer jungen und schnell wachsenden Bevölkerung profitieren, wird nach Einschätzung der Mercer-Analysten von vielen Investoren noch nicht ausreichend berücksichtigt.

Immer noch sei eine starke Voreingenommenheit gegenüber Ländern zu beobachten, die unter strukturellen Nachteilen leiden, wie zum Beispiel starker Staatsverschuldung und schwacher Kreditvergabe durch die Banken, heißt es in einem Strategie-Papier des Consulting-Unternehmens.

„Die Wachstumskurve der Entwicklungsländer wurde nur kurz durch die Finanzkrise unterbrochen. Viele Industrieländer stehen dagegen nun vor dem Problem, dass sowohl der öffentliche als auch der private Sektor stark verschuldet sind – und es wird noch viele Jahre
dauern, bis diese Schwierigkeiten überwunden sind“, erklärt Herwig Kinzler, Leiter des Bereichs Investment Consulting von Mercer in Zentraleuropa. Verbunden mit einer deutlichen Tendenz zu stärkerer Regulierung werde dies vermutlich das Wirtschaftswachstum in den Industrieländern bremsen.

„Das Problem ist, dass die Aktienportfolios institutioneller Anleger oft unausgewogen sind zugunsten von Industrieländern und Large Cap Stocks, also Aktien mit hoher Marktkapitalisierung“, so Kinzler weiter. Dies berge erhebliche Risiken und die Anleger setzten mit dieser Strategie wichtige Erträge aufs Spiel.

Mercer empfiehlt daher eine Abkehr von einer reinen Orientierung an marktkapitalisierten Indizes und eine Beimischung von Aktien aus Schwellenländern, Small-Cap-Aktien und Aktienstrategien mit geringer Volatilität, um ein Aktienportfolio zukunftsfest zu machen. Nur so lasse sich die Effizienz der Portfolios steigern. (hb)

Foto: Shutterstock

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1 Kommentar

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    Pingback von Mercer: Profis setzen zu wenig auf Emerging Markets | Mein besster Geldtipp — 18. September 2010 @ 16:07

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