5. November 2010, 11:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

„Währungen werden als Assetklasse an Bedeutung gewinnen“

Anlagestratege Manfred Schraepler leitet die Deutsche-Bank-Tochter DB Funds. Im Cash.-Interview erklärt er, worin sich sein Unternehmen von der Schwester DWS unterscheidet und spricht über aktuelle Bestseller sowie künftige Highlights im Fondsangebot.

Manfred-Schraepler in „Währungen werden als Assetklasse an Bedeutung gewinnen“

Manfred Schraepler

Cash.: Die Fondsgesellschaft DB Funds gehört wie der Assetmanager DWS zur Deutschen Bank. Wie grenzen Sie sich von der Konzernschwester ab?

Schraepler: Wir konzentrieren uns darauf, systematisch gemanagte Investmentfonds zu entwickeln und weltweit anzubieten. Wir gehören bei der Deutschen Bank zum Bereich Global Markets. Somit verfügen wir über die Expertise von 600 Research- und 1.500 Sales-Spezialisten. Insgesamt managen wir derzeit 13 Milliarden Euro in 60 Fonds. Zu den Produkten zählen sowohl Strategien, die den Markt schlagen können, als auch solche, die wie Hedgefonds möglichst unabhängig von den gerade vorherrschenden Bedingungen Rendite erwirtschaften. Auch diese Absolute-Return-Strategien basieren auf Indizes. Deren Vorteil sind die klaren Regeln, anhand derer Investoren nachvollziehen können, wie der Fonds anlegt.

Cash.: Als Quantfonds sehen Sie Ihre Angebote aber auf keinen Fall, oder?

Schraepler: Nein, unsere Produkte gehen trotzdem weit über einen rein quantitativen Ansatz hinaus. Der menschliche Input spielt bei uns ebenfalls eine große Rolle, etwa wenn vor der Auflegung die Regeln definiert werden oder unsere Analysten beispielsweise die Cashflows von Unternehmen vergleichbar machen, um unterbewertete Gesellschaften aufzuspüren. Je nach Fonds fällt der Einfluss von Mensch und Formel  unterschiedlich groß aus. Wir setzen unser Research konkret in Produkte um. Das heißt, private Anleger können ab 100 Euro im Monat die Expertise der Deutschen Bank kaufen.

Cash.: Haben Sie ein Beispiel?

Schraepler: Wir haben eine große Erfahrung im Bereich alternativer Assetklassen. Unser DB Platinum Commodity inves­tiert direkt in zwölf liquide Rohstoffe aus den Sektoren Edelmetall, Industriemetall, Energie und Agrar. Deren Gewichtung erfolgt dynamisch und wird monatlich angepasst. Ausschlaggebend ist, ob der Preis eines Rohstoffs über oder unter seinem langfristigen Durchschnitt liegt, dieser aktuell also teuer oder günstig bewertet ist. Diese Regel ist transparent und nachvollziehbar. Die Idee der sogenannten Mean Reversion ist, dass Commodity-Preise tendenziell in Richtung ihrer Mittelwerte zurückkommen.

Seite 2: Wie ist es um die Performance bestellt?

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Munich Re fürchtet starke Hurrikan-Saison im Atlantik

Die bevorstehende Hurrikansaison im Nordatlantik wird in diesem Jahr nach Einschätzung von Geowissenschaftlern vermutlich heftiger als üblich ausfallen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wären schwere Sturmtreffer auf Land besonders problematisch, warnte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re am Freitag.

mehr ...

Immobilien

Nach Neuregelung der Maklercourtage: Forderung nach Sachkundeprüfung für Makler

Durch die Neuregelung der Maklerprovision ist eine Steigerung der Qualität und Professionalisierung der Maklerbranche zu erwarten. Dazu gehört nach Meinung von Re/Max Germany auch ein Examen noch Meisterbrief die für den Maklerberuf bislang nicht nötig seien.

mehr ...

Investmentfonds

Wie wahrscheinlich sind negative Zinssätze?

Negative Zinssätze sind wieder in den Schlagzeilen. Die Märkte haben begonnen, die Chance einzupreisen, dass sowohl die US-Notenbank als auch die Bank of England gezwungen sein werden, die Zinsen zu senken und die Nullgrenze zu durchbrechen, um ihre Wirtschaft zu stützen und den wachsenden disinflationären Druck auszugleichen. Aber wie wahrscheinlich ist dies und warum wird jetzt darüber gesprochen? Ein Kommentar von Colin Finlayson, Co-Manager des Kames Strategic Global Bond Fund

mehr ...

Berater

Corona: KI als Sofortsicherheit für Soforthilfe

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sorgen dafür, dass die digitale Transformation an Fahrt aufnimmt. Daraus ergeben sich aber auch neuartige Problemstellungen. Die Betrugsversuche bei den online zu beantragenden Corona-Hilfen zeigen in beispielhafter Weise, welche das sind und wie sie zu lösen wären. Gastbeitrag von Frank S. Jorga, WebID Solutions

mehr ...

Sachwertanlagen

Bisher kaum Corona-Prospektnachträge bei Publikums-AIFs

Nur drei Prospekte von geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger, die vor der Corona-Krise aufgelegt wurden und sich noch in der Platzierung befinden, wurden bislang durch spezielle Risikohinweise zu den möglichen Folgen der Pandemie ergänzt.

mehr ...

Recht

BVDW sieht Gefahr eines „Digitalen Lockdown“

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sein Urteil im Fall Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die Planet49 GmbH gesprochen. Demnach reicht eine bereits vorangekreuzte Checkbox nicht aus, um den Anforderungen an eine Einwilligung beim Setzen von Cookies zu entsprechen. Dies war zu erwarten. Der BGH hat aber nicht eindeutig darüber entschieden, ob prinzipiell eine Einwilligung des Nutzers für den Einsatz von Cookies zur Erstellung von Nutzerprofilen für Zwecke der Werbung oder Marktforschung  erforderlich ist.

mehr ...