22. September 2011, 10:54
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Über ein unkalkulierbar großes Risiko

Die Halver-Kolumne: Die Existenzrisiken der Eurozone sind unkalkulierbar groß, solange der griechische Status Quo aufrechterhalten wird. Ohne Zweifel werden die Bewältigung eines griechischen Austritts und damit auch ein Schuldenschnitt keine Spaziergänge. Aber in Zeiten großer Euro-Not bringt der politische Mittelweg den Tod.

Robert-Halverkolumne-127x150 in Über ein unkalkulierbar großes Risiko

Cash.-Kolumnist Robert Halver

Sind Sie so wie ich ein Fan von Action-Filmen? Ihre Dramaturgie zieht mich immer wieder in den Bann. Und das Beste kommt zum Schluss: Das Happy End. Der furchtlose Held oder die Heldin nimmt auch die größten Strapazen auf sich und rettet trotz aller Widrigkeiten die Welt vor ihrem Untergang.

Auch die Euro-Krise ist ein Action-Film. Seine packende Dramaturgie mit fast täglich neuen, unerwarteten Handlungen der politischen Hauptakteure könnte von Steven Spielberg oder Wolfgang Petersen stammen. Leider gibt es einen entscheidenden Schönheitsfehler: Bei diesem Film will sich einfach kein Happy End, d.h. die nachhaltige Lösung der Euro-Krise, einstellen. Offenbar wurden die Rollen des oder der Helden, die die schief laufenden Dinge zum Schluss wieder gerade richten, bis dato nicht besetzt.

Euroland ist nicht Wunderland

Sicherlich hat es schon angenehmere Zeiten für Politiker gegeben. Aber sie sind nun einmal als Entscheidungsträger gewählt. Und diese müssen jetzt der Realität ins Auge schauen: Griechenland ist in der Eurozone nicht zu retten. Das griechische Bruttoinlandsprodukt liegt ungefähr auf dem Niveau des Bundeslands Hessen. Allerdings hat Hessen nur ein Neuntel der Verschuldung und eine wirtschaftliche Infrastruktur und Geschäftsmodelle, die die Schulden schultern können. In Griechenland schafft das aber selbst ein Herkules nicht mehr: Während die Schulden steigen, sinkt die Wirtschaftsleistung rapide.

Lesen Sie auf der zweiten Seite, welche Folgen ein griechischer Austritt für der Eurozone hätte.

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Versicherung gegen Betriebsschließung: “Keine unbedachten Entscheidungen treffen”

Im Rahmen des jüngsten Streits um das Thema Betriebsschließungsversicherungen zwischen Versicherern und Versicherten, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, nehmen Stephan Michaelis und Boris-Jonas Glameyer von der Kanzlei Michaelis aus Hamburg Stellung.

mehr ...

Immobilien

Covid-19: Die Folgen für Bauzinsen, Immobilienkäufe und Anschlussfinanzierungen

Durch die Covid-19-Pandemie stellen sich Fragen, die sich noch vor wenigen Monaten niemand hätte vorstellen können. Sichere Antworten und vor allem langfristige Prognosen sind derzeit kaum möglich. Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender von Dr. Klein, ordnet die neuesten Entwicklungen ein und beantwortet Fragen zur aktuellen Situation.

mehr ...

Investmentfonds

Japanische Aktien trotzen der Corona-Krise

Der japanische Aktienmarkt zeigt sich trotz Coronakrise erstaunlich robust. Dan Carter und Mitesh Patel, Fondsmanager für japanische Aktien bei Jupiter Asset Management, mt ihren Einschätzungen.

mehr ...

Berater

Zahlungsnot durch Corona: So sparen Versicherte jetzt Kosten

Die Corona-Krise versetzt viele Menschen in Zahlungsprobleme. Einige Versicherer reagieren mit Kulanzregeln und Sonderlösungen. Die besten Tipps: So sparen Versicherte jetzt Kosten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsches Solar-Unternehmen Hep kauft US-Projektentwickler

Der Entwickler von Solarparks und Fondsanbieter Hep aus Güglingen kauft den US-amerikanischen Projektentwickler Peak Clean Ernergie mit einer Projektpipeline von mehr als 4.000 Megawatt – inklusive 400 Megawatt Projekte nahe Baureife. Zugriff darauf hat zunächst ein aktueller Hep-Spezialfonds.

mehr ...

Recht

Sozialverband VdK fordert kurzzeitige Vermögensabgabe

Die Bundesregierung hat ein erstes Hilfspaket verabschiedet. Es soll die Folgen der Corona-Krise für die Bevölkerung, den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft auffangen. Nach Einschätzung des Sozialverbands VdK wird es nicht ohne weitere Hilfen gehen. Vor allem Beschäftigte, Familien und Menschen mit Behinderung brauchen mehr Unterstützung.

mehr ...