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20. Juni 2011, 12:44
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Studie: Deutsche verschließen sich der Altersvorsorge

Das Interesse für die private Altersvorsorge nimmt in der deutschen Bevölkerung ab. Außerdem hat die Fondsgesellschaft Union Investment, Frankfurt, im Rahmen einer Umfrage festgestellt, dass Menschen mit geringem Einkommen weniger als Gutverdiener bereit sind, Geld für das Alter zurückzulegen.

Blind-127x150 in Studie: Deutsche verschließen sich der AltersvorsorgeBei der Erhebung im ersten Quartal 2010 bezeichneten noch drei Viertel der Befragten das Thema als wichtig, im zweiten Quartal 2011 sind es inzwischen nur noch zwei Drittel. Besonders desinteressiert sind laut Union Investment vor allem Geringverdiener und jungen Menschen: Je geringer das Einkommen ist, desto weniger setzen sich die Menschen mit der privaten Altersvorsorge auseinander.

Während sich in der Einkommensklasse von mehr als 3.100 Euro netto pro Monat 78 Prozent der Befragten mit ihrem zusätzlichen Alterseinkommen beschäftigen, sind es in der Gruppe zwischen 1.300 und 2.300 Euro nur 53 Prozent, so die Analyse.

Noch schlechter sieht es bei den Befragten mit einem monatlichen Einkommen von weniger als 1.300 Euro netto aus. Bei ihnen haben sich bislang nur 31 Prozent mit der privaten Vorsorge befasst. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2007. Entsprechend hat in dieser Gruppe auch nur jeder Dritte einen Riester-Vertrag abgeschlossen.

Riester-Fondssparer gesucht

Union Investment wünscht sich vor diesem Hintergrund mehr Riestersparer: „Die Riester-Rente ist die einzige staatlich geförderte Vorsorgemöglichkeit, bei der es eine sozialpolitische Komponente gibt. Das bedeutet, dass Menschen mit niedrigem Einkommen besonders stark gefördert werden. Auch ist der finanzielle Aufwand nicht so groß, wie manche Menschen befürchten”, sagt Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei Union Investment. Für den Erhalt der vollen Zulagen müssten lediglich mindestens 60 Euro im Jahr eingezahlt werden, pro Monat also nur fünf Euro. (mr)

Foto: Shutterstock

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2 Kommentare

  1. “Einbläuen” macht herzlich wenig Sinn, Schüler sollten bereits in der Schule lernen, wie man ordentlich “Finanzen plant”, und, je eher kleine Beträge weggelegt werden, staatliche Förderung genutzt, und vielleicht nicht dauern irgendein Elektronikfirlefanzschrottmumpitz angeschafft wird, desto näher rückt man/frau einer auskömmlichen Altersvorsorge; Liebe Grüße

    Kommentar von Nils Fischer — 22. Juni 2011 @ 19:27

  2. Ja klar. Je weniger man verdient, umso weniger kann man zur Seite legen.
    Aber es fängt doch jeder mal klein an – also was solls!

    Das mit dem Zinseszinseffektsollte man schon in der Grundschule jedem Menschein einbläuen…
    Es hat für jeden doch nur Vorteile!

    Onassis

    Kommentar von Onassis — 20. Juni 2011 @ 20:22

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