Anzeige
7. Februar 2012, 08:52
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

AGI: Schnäppchen bei High Yields

Allianz Global Investors, Frankfurt, sieht große Anlagechancen bei hochverzinslichen Unternehmensanleihen. Viele High-Yield-Bonds dürften gemessen an ihren Fundamentaldaten unterbewertet sein.

High Yields

Eine aktuelle Untersuchung der Fondsgesellschaft kommt zu dem Schluss, dass die infolge der Schuldenkrise in der Eurozone gestiegene Risikoaversion attraktive Anlagechancen bei hochverzinslichen Unternehmensanleihen eröffnet.

“Der europäische Markt für hochverzinsliche Unternehmensanleihen wird momentan von gleichzeitig steigenden Zinsaufschlägen für Staats- und High Yield-Unternehmensanleihen sowie einer hohen Volatilität an den Aktienmärkten charakterisiert”, sagt Alexandre Caminade, Chief Investment Officer für Unternehmensanleihen Europa bei Allianz Global Investors: “Die historisch hohen Aufschläge im Markt für High Yield-Anleihen spiegeln eher die allgemeine Risikoaversion der Investoren und weniger die Fundamentaldaten wider. Anleger sollten in Bezug auf Branchen und Herkunft der Emittenten selektiv vorgehen.”

Die gesunkene Bonität zahlreicher Eurostaaten die Wahrnehmung der Risiken börsennotierter Unternehmen und deren Anleihen. Heute biete der Markt für High Yield-Anleihen ansehnliche Renditeaufschläge, die aktuell noch etwas höher liegen, als zu Beginn 2011, so Caminade. Gleichzeitig sei die Volatilität solcher Anleihen trotz einer niedrigen Ausfallrate sehr ausgeprägt.

Laut Ratingagentur Standard & Poor‘s (S&P) lag die Ausfallrate für die zurückliegenden zwölf Monate bei rund 1,6 Prozent. “Die Erwartungen für das nächste Jahr wurden kürzlich auf sechs Prozent in ihrem Basisszenario beziehungsweise 8,4 Prozent in ihrem Worst-Case-Szenario nach oben korrigiert, diese liegt aber immer noch deutlich unter den 2009 erreichten Höchstwerten”, erklärt Caminade.

Stabiler als Staatsanleihen

Außerdem sollen High-Yield-Unternehmensanleihen weniger auf Zinsschwankungen reagieren als Staatsanleihen: „Der technische Ausblick für High Yield-Anleihen erscheint bei einem gegenwärtigen Zinsaufschlag von 700 Basispunkten durchaus attraktiv. Dieser Aufschlag impliziert eine, über 5 Jahre kumulierte Ausfallrate von 43 Prozent, während der langfristige Durchschnitt für Anleihen mit einem B-Rating bei nur 17 Prozent liegt. Das bedeutet, dass der Markt derzeit das Ausfallrisiko überbewertet.”

Darüber hinaus sei das Refinanzierungsvolumen von High-Yield-Emittenten in 2012 mit insgesamt 6,9 Milliarden Euro vergleichsweise gering, was sich positiv auf der Nachfrageseite auswirken dürfte.

„Eine sorgfältige Titelauswahl ist wichtiger denn je. In Bezug auf Banken, zyklische Werte und Emittenten aus der Euro-Peripherie bleibe ich vorsichtig. Ich bevorzuge stabile und nichtzyklische Branchen, wie Nahrungsmittelhersteller, Gesundheit sowie Telekommunikations- und Kabelanbieter, die auch in einem schwierigen Umfeld Cash-Flows erwirtschaften. Die jüngsten Bonitäts-Herabstufungen einiger Euro-Länder kamen nicht überraschend und wurden bereits eingepreist. Portugal ist damit von Investment Grade auf High Yield herabgestuft worden”, sagt Caminade.

Caminade ist Portfoliomanager des Fonds Allianz Euro High Yield Bond. Der Fokus des Portfolios liegt gegenwärtig auf Anleihen höherwertiger Bonität mit einem „BB“-Rating, nur ein Viertel ist in Unternehmen mit einem Rating von „B“ investiert. (mr)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...