Kaufen Sie noch Telekom-Aktien?

Mit dieser „Frage des Tages“ konfrontierte am Montag das Internetportal „boerse.ARD.de“ seine User. Wenn man den Langfrist-Chart der im November 1996 mit viel Ballyhoo und jeder Menge Vorschusslorbeeren gestarteten „Volks-Aktie“ betrachtet kann die Antwort eigentlich nur „Nein“ heißen.

Nach dem Kursfeuerwerk im Zuge des Dotcom-Booms 2000 auf über 100 Euro ging es ebenso rasch wieder auf ein Niveau um die zehn Euro zurück, wo die Aktie seit nunmehr einem Jahrzehnt quasi festhängt.

Allerdings kommt die Frage nicht von ungefähr, wurden doch gerade in der vergangenen Woche Befürchtungen laut, der Konzern könnte künftig an dem für seine Aktionäre höchstem Gut, der Dividende „schrauben“ und dem DAX-Titel damit möglicherweise den finalen Todesstoß versetzen.

So berichtete das „Handelsblatt“ von Überlegungen im Konzern, man plane aufgrund hoher Abschreibungen und Ausgaben für den Netzausbau, die zuletzt konstant bei 70 Cent pro Aktie festgezurrte Ausschüttung ab 2013 um bis zu einem Drittel zu senken.

Schließlich hätten es auch schon die anderen mit Wettbewerbsproblemen kämpfenden europäischen Telekomriesen vorgemacht bzw. planten, dies zu tun wie die France Telecom, die niederländische KPN oder Telekom Austria.

Die Telefonica-Tochter O2 hat ihre Dividende sogar für 2012 komplett gestrichen und die Mutter, deren Aktie in diesem Jahr bereits um 40 Prozent unter die Räder kam, habe bereits eine Halbierung für das nächste Jahr angekündigt, so „boerse.ARD.de“.

Zwar wurde das mögliche Ansinnen bei der Deutschen Telekom sofort wieder vom Unternehmen dementiert, doch wartet jetzt natürlich alles umso gespannter auf die Vorlage der Quartalszahlen Ende der Woche, bei denen wegen der Abschreibungen auf die US-Tochter T-Mobile mit einem Verlust von mehr als fünf Mrd. Euro gerechnet wird.

Halten oder verkaufen?

Angesichts der drohenden Gefahr, dass die Telekom ihre „heilige Kuh“ tatsächlich schlachten könnte, hat auch schon der eine oder andere Analyst „kalte Füße“ bekommen und den DAX-Titel kurzerhand auf „Sell“ gesetzt.

Seite zwei: Experten raten zum Halten der T-Aktie

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