Anzeige
4. Dezember 2012, 08:18
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

ThyssenKrupp – reif für eine Erholung?

Auf den Essener Stahlkonzern ThyssenKrupp könnten einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ zufolge noch höhere Belastungen zukommen, verzögere sich doch der geplante Verkauf der hochdefizitären Stahlwerke in Amerika und Brasilien infolge der schwachen Branchenkonjunktur weiter.

Thyssen-krupp-stahl in ThyssenKrupp – reif für eine Erholung?

So könnte sich der endgültige Verkaufsabschluss für die Sparte Steel Americas, bei der sich mittlerweile ein Kostenloch von 12 Milliarden statt der erwarteten 3,6 Milliarden Euro auftut, nicht bis März, sondern erst bis September 2013 hinziehen, auch wenn sich das Unternehmen voll im Plan sieht.

Auch sei die Erzielung des von ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger angestrebten Verkaufserlöses zum Buchwert von 7 Milliarden Euro selbst bei einem halben Duzend Interessenten kaum realisierbar, so dass mit weiteren Abschreibungen in Milliardenhöhe gerechnet werden muss.

Kostenbremse Sparprogramm

Kein Wunder, dass der Vorstandschef laut der „Süddeutschen Zeitung“ jetzt mit einem internen Sparprogramm verstärkt auf die Kostenbremse treten und die Ausgaben in den nächsten drei Jahren um rund zwei Millionen Euro drücken möchte. Das Geld könnte dann sofort wieder als Investition in den gut laufenden Anlagenbau fließen.

An der Börse kam der Zeitungsbericht zu Beginn der Woche mit einem Minus von über fünf Prozent ebenso schlecht an, wie die Herabstufung durch die Credit Suisse von „Outperform“ auf „Neutral“.

Immerhin beließ Analyst Michael Shillaker in einer Studie das Kursziel der sogar unter die 16-Euromarke gefallenden Aktie bei 25 Euro, auch wenn er die kurzfristig gesehen unsichere Gemengelage bei ThyssenKrupp mit höheren Abschreibungen, einer niedrigeren Zielsetzung und einer wahrscheinlichen Dividendenkürzung nicht gerade als rosig beurteilt.

Allerdings biete das Papier zumindest längerfristig ein außerordentliches Wachstumspotential, so der Experte. Genau darauf setzt auch Neil Sampat vom japanischen Analysehaus Nomura und hebt seine Zielmarke für die Aktie sogar von 19 auf 20 Euro an.

Kursrücksetzer nutzen

Die Einschätzung bleibt dabei wie auch bei der Commerzbank weiterhin auf „Buy“, während Equinet empfiehlt, den DAX-Titel mit einem Kursziel von 18 Euro zu akkumulieren.

Den Kursrücksetzer können auch Anleger für sich nutzen, wobei insbesondere über Bonus-Zertifikate und Discounter interessante Seitwärtsrenditen möglich sind.

Wer sich noch schnell ein kleines Weihnachtsgeschenk mit einem Rabatt-Papier machen möchte, könnte zu einem nur noch wenige Wochen laufenden Produkt der Commerzbank mit einem Cap knapp auf Referenzkursniveau bei 15,80 Euro (CK3ZRL) greifen.

Seite zwei: 30 Prozent erzielbare Seitwärtsrendite

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Hannover Rück erwartet 2018 größeren Ergebnissprung

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück will nach einer absehbaren Gewinndelle 2017 im kommenden Jahr wieder höher hinaus. “Es ist unwahrscheinlich, dass wir 2017 den Gewinn je Aktie steigern”, sagte Vorstandschef Ulrich Wallin am Donnerstag und verwies auf die absehbar hohen Schäden durch Wirbelstürme und Erdbeben.

mehr ...

Immobilien

Top-Bürostandorte: Flächenmangel gefährdet Entwicklung

Die Top-Standorte des deutschen Bürovermietungsmarktes haben sich 2016 dynamisch entwickelt. Der Marktbericht Büroimmobilien von Immobilienscout24 Gewerbeflächen hat untersucht, in welchen der Städt die Mieten und Umsätze am höchsten sind.

mehr ...

Investmentfonds

“Öl bleibt unser Lieblingsrohstoff”

Lohnt sich 2018 die Investition in Rohstoffe? Und sollten Anleger in Zeiten fallender Börsenkurse auf Gold setzen? Über diese Fragen hat Cash. mit Simon Lovat gesprochen, er ist Rohstoffanalyst und Teil des Teams um den Carmignac Portfolio Commodities Fonds.

mehr ...

Berater

Company Builder “Finconomy” startet in München

Finconomy ist ein Company Builder für Fin- und Insurtechs, der sich auf B2B-Geschäftsmodelle konzentriert. Das neue Unternehmen hat bereits drei Fintechs gegründet, die sich am Markt etablieren konnten. Bereits Anfang 2018 soll eine weitere Neugründung erfolgen.

mehr ...

Sachwertanlagen

ZBI schließt Fonds 10 und bringt Nachfolger

Die ZBI Fondsmanagement AG aus Erlangen hat den im vergangenen Jahr aufgelegten ZBI Professional 10 nach Ablauf der Zeichnungsfrist Ende September mit einem beachtlichen Volumen geschlossen und nahtlos den Nachfolger in die Platzierung geschickt.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...