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13. Juni 2012, 16:13
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Schnäppchen ist nicht gleich Schnäppchen

So überraschend positiv das Jahr mit dem besten Monat der DAX-Historie begann, so negativ endete mit der schlechtesten Monats-Performance aller Zeiten von sieben Prozent der „Wonnemonat“ Mai für den deutschen Leitindex.

ZertifikateDie Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Euroschuldenkrise mit den vorrangigen Problemen in Griechenland und Spanien lässt derzeit wenig Spielraum für Optimismus. Alles was zählt, ist Sicherheit, selbst wenn es dabei kaum noch eine Rendite zu verdienen gibt.

Doch Fondmanager wie Dr. Jürgen Meyer von SEB Asset Management sehen das Ganze etwas differenzierter. Für den Aktienmarkt-Strategen stellen zahlreiche Titel wegen der „fantastischen Gewinnsituation“ vieler Unternehmen geradezu Schnäppchen dar, wenn man sie mit 1999 vergleicht, als der DAX auf ähnlich niedrigem Niveau stand.

Entscheidend ist also nur die Perspektive, die man als Anleger zugrunde legt. Aber wer ist heutzutage schon wirklich bereit, zehn oder mehr Jahre zu warten, bis sich fundamentale Kriterien auch in einer entsprechenden Rendite niederschlagen.

Da haben es Zertifikateanleger schon bedeutend leichter als einfache Aktionäre. Denn für sie ist die wieder stark gestiegene Unsicherheit an den Märkten ausgedrückt in der Kennziffer Volatilität nicht etwa der Zeitpunkt, um sich verschreckt von den Märkten abzuwenden, sondern im Gegenteil erst der Startschuss für die Jagd nach den wahren Schnäppchen.

Geht das „Angst-Barometer“ hoch, schießen bei Discountern auch die Rabatte nach oben und steigen demzufolge die Renditen. Ähnlich sieht es bei anderen Produkt-Typen aus, bei denen Volatilität „verkauft“ wird, wie z.B. bei gedeckelten Bonus-Zertifikaten.

Zwar verzichtet der Investor hier wegen des Caps auf eine weitere Performance, jedoch verbilligt sich das jeweilige Papier im Gegenzug durch die höhere vereinnahmte Optionsprämie und ermöglicht dadurch häufig erheblich bessere Chance-Risiko-Profile, als bei einer einfachen Aktienanlage.

Seite zwei: Rabatt-Papiere besonders für eine Erwartung seitwärtslaufender bis leicht steigender oder fallender Märkte geeignet

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