7. August 2013, 11:01
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Quantfonds: Rendite vom Rechner

Das Vermögen in jeder Lage zu bewahren, ist kein leichtes Unterfangen. Computergesteuerte Fonds sollen dennoch auch bei schlechter Stimmung an der Börse performen können – weil sie menschliches Versagen ausschließen.

FondsComputer bestimmen unser Leben. Im privaten wie beruflichen Alltag gibt es kaum einen Bereich, den Elektronengehirne noch nicht erobert haben. Dies eröffnet zusammen mit der zunehmenden Vernetzung der schlauen digitalen Helferlein nicht nur ein bislang ungeahntes Maß an Kommunikation und Mediengenuss. Soziale Netzwerke sollen darüber hinaus unterdrückten Menschen helfen, sich zu organisieren und zu wehren.

Dass die Bevölkerung Internet und Smartphones nutzt, können selbst die schlimmsten Diktaturen auf dem Globus nicht gänzlich unterbinden. Leider wirft moderne IT-Technologie aber neben diesem hellen Licht auch einen besonders düsteren Schatten, denn sie bewirkt keineswegs nur gesellschaftliche Fortschritte: Wie im Juni bekannt wurde, liest Uncle Sam weltweit mit.

Ausmaß der Spionage verblüfft

Das mächtigste Land der Welt, die Vereinigten Staaten von Amerika, hat sich in den vergangenen Jahren des globalen Halbleiternetzes bedient, um Geheimnisse seiner eigenen Bürger sowie von Menschen aus anderen Ländern zu erschnüffeln.

Das sind keine sensationellen Neuigkeiten, aber das Ausmaß der Spionage in einer demokratischen Gesellschaft verblüfft dennoch. Sämtliche großen US-Technologieanbieter – von Apple über Google bis Microsoft – wurden verpflichtet, Daten und Verhalten ihrer Kunden zu erfassen und weiterzugeben.

Dass eine umfassende Kontrollmöglichkeit von Autoriäten auch genutzt wird, ist wohl zwangsläufig. Doch jeder Einzelne kann die gleichen Waffen einsetzen und versuchen, etwas persönliche Freiheit zurückzugewinnen, indem er sein Vermögen per Prozessor profitabel anlegt.

Per Prozessor profitabel anlegen

Die Offerten für Privatanleger reichen dabei von Fonds mit umfassender Unterstützung des Research und des Fondsmanagements über Portfolios, deren Investments Computer vorschlagen (aber Menschen entscheiden), bis hin zu automatischen Handelssystemen.

Zum Vergrößern auf die Grafik klicken

FondsZur ersten Variante gehören die Croci-Fonds der Deutschen Asset & Wealth Management. Der in Frankfurt ansässige Vermögensverwalter der Deutschen Bank hat jüngst eine neue Anteilsklasse für den DB Platinum IV Croci Japan aufgelegt.

Diese ist währungsgesichert, schützt Anleger also vor einem Absturz des Yen. “Euro- und US-Dollar-Anleger können so das Währungsrisiko weitgehend reduzieren”, erklärt Sandra Cassens, die sich für die Deutsche Asset & Wealth Management als Head of Systematic Funds um den Vertrieb von computergestützten Fonds in Europa und Asien kümmert.

Die Portfolios sind zwar regelbasiert, aber nicht komplett automatisch gesteuert wie beispielsweise Managed-Futures-Strategien. Bei den Croci-Fonds sitzen laut der DB-Tochter rund 50 Analysten daran, Bilanzen auszuwerten: “Aus den Ergebnissen werden systematisch Portfolios gestaltet – nach festen Regeln wie etwa gleich gewichtete Assets, die günstigsten Bewertungen, etc. – aber es ist viel individuelles Research im Hintergrund”, so Cassens.

Ungeachtet der zuletzt hohen Schwankungen an Nippons Aktienmarkt hat das Interesse an japanischen Aktien in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Allerdings ist damit zu rechnen, dass Japans Währung weiter nachgibt.

Seite zwei: Deutsche Vermögensverwalter wollen weltweites Geschäft

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