Technologie-Megatrends: Zurück in die Zukunft

Technologie prägt das Bild der Gesellschaft. Der Megatrend Smartphone ist noch in vollem Gange, da versprechen bereits die nächsten aussichtsreichen Geschäftsideen, die Kassen von Anbietern und Investoren klingeln zu lassen.

Technologie: Smartphone
Der raketengleiche Aufstieg von Apple zum zeitweise wertvollsten Unternehmen der Welt hat auch die Performance vieler Technologiefonds wieder weit nach vorne gebracht.

Mehr als zehn Jahre sind inzwischen vergangen, seit die Internet-Euphorie an der Börse erst zu traumhaften Kursgewinnen, dann zu einem dramatischen Crash führte. Selbst träge Großkonzerne wie die Deutsche Telekom galten damals als wachstumsstarke Stars am Börsenhimmel.

Der in Bonn ansässige Ex-Monopolist ist ein Schwergewicht der TMT-Branche, die Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Medien und Telekommunikationswerte umfasst, versechsfachte vor der Jahrtausendwende in wenigen Monaten seinen Wert und erreichte den Zenit des Aktienkurses im Frühjahr 2000.

Telekom-Aktie: Erfolgsgeschichten klingen anders

Darauf aber folgte ein ebenso schneller Absturz auf das Ausgangsniveau, seitdem dümpelt die Telekom-Aktie vor sich hin. Stand heute sind rund neun Euro, gestartet war der Titel mit gut 16 D-Mark im Herbst 1996 – Erfolgsgeschichten klingen anders. Mit dem Platzen der sogenannten Dotcom-Blase endeten auch für viele private Anleger die Träume vom schnellen Geld auf dem Börsenparkett.

Nicht wenige haben sich infolgedessen damals von Aktienanlagen abgewandt und sind ihnen bis heute ferngeblieben. Hierzulande fällt die Zahl der Aktionäre im internationalen Vergleich besonders gering aus. „Die Technologie-Aktien waren einst die klaren Favoriten der Investoren – in den letzten Jahren wurden sie jedoch von vielen Anlegern eher gemieden“, urteilen die Analysten der Fondsgesellschaft Natixis Global Asset Management.

Apple und Co. binden Kunden fest

Dabei gehörten im vergangenen Jahrzehnt gerade Aktienfonds mit Technologie-Universum zu den Kapitalanlagen mit den üppigsten Renditen. Selbst durchschnittlich laufende Offerten lieferten ihren Anteilseignern zweistellige Zuwächse pro Jahr.

Die aktuellen Börsenhelden der Techno-Branche sind indes andere als früher: In der jüngeren Vergangenheit waren der Computerbauer Apple ebenso wie die Internet-Plattform Facebook bei Aktionären heiß begehrt. Die beiden US-Unternehmen haben im Gegensatz zum einstigen Börsen-Highlight Telekom tatsächlich neuartige Geschäftsmodelle am Start, die eine junge und konsumfreudige Kundschaft fest an sie binden können.

Insbesondere der raketengleiche Aufstieg des kalifornischen iPhone-Herstellers zum zeitweise wertvollsten Unternehmen der Welt hat auch die Performance vieler Technologiefonds wieder weit nach vorne gebracht.

Mit Stockpicking zum Erfolg   

Noch scheint der frische Aufwärtstrend weiterzugehen, obwohl selbst die Gewinnaussichten der beiden Vorzeigefirmen von Analysten inzwischen wesentlich realistischer eingeschätzt werden. „Die TMT-Branche hatte einen starken Monat und ist trotz der Berichte, dass der irische IT-Dienstleister Accenture und die US-Software-Schmiede Oracle unter den Nennwert gefallen sind, um vier Prozent angestiegen“, stellt Anders Tandberg-Johansen fest. Der Fondsmanager leitet den DNB Technology der Luxemburger Fondsgesellschaft DNB Asset Management, Tochter des norwegischen Finanzkonzerns DNB.

Sein Fonds liegt über einen Zeitraum von fünf Jahren mit 81,04 Prozent Rendite klar vor den Wettbewerbern. Tandberg-Johansen zeigt sich auch vom künftigen Potenzial seines Anlageuniversums Technologieaktien überzeugt: „Die Branche zeichnet sich durch starke, stabile Erträge aus. Die Zinsen sind niedrig und es gibt etliche strukturelle Wachstumstreiber. Wir sind der Meinung, dass es in den letzten Jahren in vielen Bereichen zu geringe Investitionen gab.“

Seite zwei: Technikwelt im Wandel

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