6. Dezember 2013, 10:51
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JP Morgan: Fracking macht USA attraktiv

Weg von der Dienstleistung, hin zu energieintensiven Industrien. J.P. Morgan Asset Management hat die Folgen der günstigen Energiepreise in den Vereinigten Staaten untersucht.

JP Morgan

Die USA machen sich nach Einschätzung der US-Fondsgesellschaft durch Fracking unabhängig von Öllieferanten, ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil.

Dank des geförderten Schiefergases werden die Energieimporte der USA deutlich sinken. Die Folge ist laut den JP-Morgan-Experten, dass die “USA sich für energieintensive Industrien attraktiv machen”.

Produktion energieeffiezienter

Der Energieverbrauch ist in den vergangenen Jahrzehnten effizienter geworden: “Vor allem die Industriestaaten, aber auch die Schwellenländer haben die Energieeffizienz ihrer Produktion stark gesteigert. Benötigten die USA im Jahr 1980 noch durchschnittlich mehr als 300 Kilogramm Erdöl, um eine Wirtschaftsleistung von 1.000 Dollar herzustellen, so ist es derzeit nur noch rund die Hälfte”, erklärt JP-Morgan-Kapitalmarktexperte Tilmann Galler.

Noch energieeffizienter arbeiten Volkswirtschaften wie Deutschland oder Großbritannien. Dennoch ist Galler überzeugt, dass die Vereinigten Staaten von Amerika auch dank Schiefergasproduktion durch Fracking gegenüber anderen Nationen Vorteile bei energieintensiven Unternehmen haben.

USA größter Verbraucher

„Die USA sind der größte Energieverbraucher, sie nehmen rund ein Fünftel des global produzierten Öls ab. Zwar ist Erdöl nach wie vor eine wichtige Energiequelle, doch durch die Schiefergasgewinnung per Fracking könnten sich die Vereinigten Staaten langfristig von einem Öl- und Gas-Importeur zu einem Exporteur wandeln. Schon jetzt sind die Energieimporte der USA gegenüber 2006 von rund 27 Prozent auf 17 Prozent deutlich gesunken”, so Galler. Dieser Trend werde sich fortsetzen.

So wird prognostiziert, dass die Energieimporte bis zum Jahr 2020 auf unter 15 Prozent sinken können. Das wird die US-Wirtschaft nach Meinung des Analysten unabhängiger von den Lieferländern machen und sollte auch die Kosten verringern. US-Unternehmen können insbesondere von den günstigen Erdgaspreisen profitieren: “Damit können sich die USA beispielsweise gegenüber energieintensiven Unternehmen als attraktiver Standort positionieren. So sind die Erdgaskosten in Deutschland derzeit dreimal so hoch wie in den USA. Weiteres Plus für die Unternehmen: eine hohe Versorgungssicherheit, die aufwändiges Absichern überflüssig machen kann.“ (mr)

Foto: Shutterstock

 

 

 

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