Anzeige
14. Mai 2013, 11:28
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Russland unter Reformdruck

Unter den großen Schwellenmärkten ist Russland zuletzt ins Hintertreffen geraten. Doch die Wirtschaft könnte in den nächsten Jahren wieder schneller zulegen, sofern die Regierung die richtigen Maßnahmen ergreift, meinen Experten.

Russland

Das meinen auch die Analysten vom schwedischen Vermögensverwalter East Capital. “Russland hat das Potential, schneller zu wachsen als die aktuell geschätzten drei bis vier  Prozent für die nächsten Jahre. Aber um dieses Potential auszuschöpfen, das irgendwo um die fünf Prozent pro Jahr liegt, müssten einige strukturelle Reformen implementiert und die Korruption bekämpft werden“, sagt Chefvolkswirt Marcus Svedberg.

Wirtschaft nicht überhitzen

“Die Bären gehen von einem strukturellen Abschwung aus, wohingegen die Bullen nur an einen temporären Rückgang glauben und für die zweite Hälfte des Jahres mit neuem Wachstum rechnen. Beide haben Recht, aber nur bis zu einem gewissen Grad“, sagt Svedberg. „Die Bullen haben Recht, indem sie sagen, dass die russische Wirtschaft in eine Phase des schwächeren Wachstums eingetreten ist. Das muss aber keineswegs ein Zeichen für ein strukturelles Problem sein, denn die gesamte Welt wächst im Moment etwas langsamer.“

Russland sei mit keinem anderen Land zu vergleichen und wird weiterhin von vielen missverstanden. “Mittlerweile ist es eine Volkswirtschaft mit mittlerem Einkommensniveau und ist nicht mehr in der Lage, schwindelerregend hohe Wachstumsraten zu produzieren – und Russland sollte es auch nicht“, so Svedberg. Wachstumsraten von sieben Prozent pro Jahr, wie zwischen 2000 und 2008, sollte die russische Wirtschaft auf mittlerem Einkommensniveau auch nicht mehr anstreben, denn das würde zu einer Überhitzung führen. Das Gleiche gelte auch für Emerging Markets des gleichen Entwicklungsstandes, wie Polen, Türkei und Brasilien. (mr)

Foto: Shutterstock

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Hannover Rück erwartet 2018 größeren Ergebnissprung

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück will nach einer absehbaren Gewinndelle 2017 im kommenden Jahr wieder höher hinaus. “Es ist unwahrscheinlich, dass wir 2017 den Gewinn je Aktie steigern”, sagte Vorstandschef Ulrich Wallin am Donnerstag und verwies auf die absehbar hohen Schäden durch Wirbelstürme und Erdbeben.

mehr ...

Immobilien

Anstieg der Immobilienpreise im Norden und Osten verlangsamt

Die Wohnimmobilienpreise steigen weiter. In einigen Märkten zeichnet sich aber bereits ab, dass die Geschwindigkeit, mit der die Preise wachsen, abnimmt. Der Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise Region Nord/Ost hat die Wohnimmobilienmärkte in Dresden, Hamburg, Hannover und Berlin untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

LSE-Chef Xavier Rolet verlässt Londoner Börse

Die London Stock Exchange (LSE) verliert Ende 2018 ihren Vorstandsvorsitzenden Xavier Rolet. Der Franzose wollte das Unternehmen bereits nach der gescheiterten Fusion mit der Deutschen Börse verlassen. Rolet schaffte es, den Wert der LSE während seiner Amtszeit zu vervielfachen.

mehr ...

Berater

Company Builder “Finconomy” startet in München

Finconomy ist ein Company Builder für Fin- und Insurtechs, der sich auf B2B-Geschäftsmodelle konzentriert. Das neue Unternehmen hat bereits drei Fintechs gegründet, die sich am Markt etablieren konnten. Bereits Anfang 2018 soll eine weitere Neugründung erfolgen.

mehr ...

Sachwertanlagen

ZBI schließt Fonds 10 und bringt Nachfolger

Die ZBI Fondsmanagement AG aus Erlangen hat den im vergangenen Jahr aufgelegten ZBI Professional 10 nach Ablauf der Zeichnungsfrist Ende September mit einem beachtlichen Volumen geschlossen und nahtlos den Nachfolger in die Platzierung geschickt.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...